
Das Urteil
Das Nerdiction-Urteil: NVIDIA GeForce RTX 4070 Review: Ada trifft Mainstream ist befriedigend und erhält 45 von 100 Punkten.
Pro
- Effizienter Ada-Lovelace-GPU mit nur 200 W TDP, die deutlich weniger Strom verbraucht als eine RTX 3080 bei vergleichbarer Leistung
- 12 GB GDDR6X-VRAM, die zukunftssicherer sind als die 8 GB der RTX 3070 und kommende hochauflösende Spieltexturen abpuffern können
- Exzellente Raytracing-Performance dank RT-Cores der dritten Generation, die in vielen Titeln sogar die RTX 3090 übertrifft
Contra
- UVP von 599 US-Dollar liegt 100 US-Dollar über dem Launch-Preis der RTX 3070, was den Generationssprung verteuert
- In reiner Rasterizer-Performance pro Euro ist die Radeon RX 7800 XT teils überlegen, da AMD mehr VRAM zum günstigeren Preis bietet
- Die RTX 4070 Super bietet zum identischen UVP etwa 20 Prozent mehr Leistung und macht die reguläre 4070 unattraktiv
Technische Daten
Hersteller
NVIDIA
Modell
RTX 4070
Typ
Grafikkarte
UVP
599 €
Erschienen
Apr. 2023
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Design & Verarbeitung
- Leistung & Benchmarks
- Features & Konnektivität
- Preis & Leistung
- Vergleich mit Alternativen
- Für wen lohnt sich das Produkt?
- Fazit
Einleitung
Mit der GeForce RTX 4070 bringt NVIDIA seine Ada-Lovelace-Architektur im April 2023 endlich auch in das gehobene Mainstream-Segment. Die Karte positioniert sich zwischen den High-End-Boliden RTX 4080 und 4090 sowie der abgespeckten RTX 4060-Reihe und richtet sich an Spieler, die 1440p-Gaming mit maximalen Details, hoher Bildrate und vor allem mit aktivierter Raytracing-Beleuchtung betreiben möchten. Dass NVIDIA diesen Schritt mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 599 US-Dollar beziehungsweise 599 Euro vollführt, ist strategisch klug: Genau in dieser Preisklasse toben die erbittertsten GPU-Gefechte zwischen AMD und NVIDIA, denn hier entscheidet sich, welcher Hersteller das Herzstück zahlloser Gaming-PCs der nächsten Monate stellt.
Wer sich heute einen neuen Rechner zusammenstellt oder einen älteren Build auffrischt, kommt an der 70er-Klasse kaum vorbei. Die RTX 4070 verspricht, mit 5.888 CUDA-Kernen, 12 GB GDDR6X-VRAM und DLSS 3 Frame Generation das beste Preis-Leistungs-Verhältnis der gesamten RTX-40-Familie zu liefern – zumindest auf dem Papier. Doch die Konkurrenz schläft nicht: AMDs Radeon RX 7800 XT wurde als direkter Konkurrent positioniert, Intels Arc-Beschleuniger drängen in dieselbe Preisklasse, und nicht zuletzt die hauseigene Vorgängergeneration RTX 3070 wartet mit gesunkenen Preisen auf Schnäppchenjäger. In diesem Spannungsfeld muss sich die RTX 4070 behaupten, und genau das prüfen wir in den folgenden Absätzen mit kritischem Blick.
Wir betrachten die Founders Edition, also NVIDIAs Referenzdesign, da sie als Gradmesser für sämtliche Custom-Modelle der Boardpartner gilt. Kühllösungen, Werksübertaktung und RGB-Beleuchtung der Partnerkarten können variieren, das Grundverhalten der GPU bleibt jedoch identisch. Genau dieses Verhalten steht im Mittelpunkt unserer Analyse: Wie viel Karte bekommt man 2023 und Anfang 2024 noch für 599 Euro, und ist der Sprung von der RTX 3070 oder einer Radeon RX 6700 XT tatsächlich groß genug, um den Wechsel zu rechtfertigen? Wir liefern Antworten, ohne dabei den Marketing-Versprechen blind zu vertrauen.
Design & Verarbeitung
Die Founders Edition der RTX 4070 setzt die Designsprache fort, die NVIDIA mit der RTX 4090 eingeführt hat. Die Karte misst laut Herstellerangaben und unabhängigen Messungen etwa 244 x 111 x 40 mm und bringt rund 1.021 Gramm auf die Waage – minimal leichter als die RTX 3070 FE, was auf eine vergleichbare Materialauswahl aus Metallrahmen und Kunststoffelementen schließen lässt. Das Dual-Slot-Format bleibt erhalten, womit sich die Karte in nahezu jedes moderne ATX-Gehäuse problemlos integrieren lässt. Im Vergleich zur massiven Triple-Slot-RTX-4080 ist das ein Segen für alle, die kompakte Builds mit starker Grafikleistung realisieren möchten, ohne gleich in ein ausladendes Full-Tower-Gehäuse investieren zu müssen.
Das Kühlsystem wurde im Detail überarbeitet. Zwei 91 mm große, speziell geformte Axiallüfter kümmern sich um den Luftstrom, wobei die markante, gegenläufige Drehrichtung für niedrigere Geräuschentwicklung und bessere Kühlleistung sorgen soll. In der Praxis überzeugt das Setup mit niedrigen Temperaturen selbst unter anhaltender Volllast, während der semipassive Betrieb bei wenig GPU-Auslastung ein lautloses Erlebnis ermöglicht. Das Gehäuse selbst besteht aus einem dunkelgrauen, gebürstet wirkenden Aluminium-Element, das dem ohnehin zurückhaltenden Design einen hochwertigen Touch verleiht. RGB-Beleuchtung sucht man an der Founders Edition vergebens – wer Wert auf bunte Lichteffekte legt, muss zu Custom-Karten der Boardpartner greifen.
Bei den Anschlüssen bleibt alles beim Bewährten: Dreimal DisplayPort 1.4a sowie einmal HDMI 2.1 stehen bereit, um aktuelle Monitore mit hoher Auflösung und Bildrate anzusteuern. 4K mit 120 Hz ist ebenso möglich wie 8K mit 60 Hz, sofern der Monitor die entsprechenden Standards unterstützt. Die Stromversorgung erfolgt über einen einzelnen 16-Pin-Anschluss, der Teil des ATX-3.0-Standards ist. Besitzer älterer Netzteile benötigen einen Adapter von zwei 8-Pin-Steckern auf den neuen 16-Pin-Stecker, den viele Hersteller mitliefern. Insgesamt wirkt die Karte wie aus einem Guss: Die Spaltmaße sind gleichmäßig, die Materialübergänge sauber, und die Verarbeitungsqualität entspricht dem, was man von einer Referenzkarte erwarten darf. Das ist nicht spektakulär, aber durch und durch solide.

Leistung & Benchmarks
Herzstück der RTX 4070 ist der AD104-Grafikprozessor, der im Vergleich zur RTX 4070 Ti um etwa ein Viertel beschnitten wurde. Mit 5.888 CUDA-Kernen, 12 GB GDDR6X-VRAM und einem 192-Bit-Speicherinterface liefert die Karte nominell etwas weniger Rohleistung als die Ti-Variante, positioniert sich preislich und leistungsmäßig jedoch als neuer Mittelklasse-Favorit. Die TDP liegt laut NVIDIA bei 200 W, womit die Karte deutlich genügsamer ist als die RTX 3080, die für vergleichbare Leistung rund 320 W benötigte. In Spielen bedeutet das: weniger Abwärme, leisere Lüfter und kleinere Netzteile – ein deutliches Plus für alle, die ein effizientes System aufbauen möchten.
In unabhängigen Benchmarks zeigt sich ein differenziertes Bild. In 1440p mit maximalen Details und ohne Raytracing liefert die RTX 4070 Leistung auf dem Niveau einer RTX 3080, in einigen Titeln sogar leicht darüber. Titel wie Cyberpunk 2077, Hogwarts Legacy oder Alan Wake 2 profitieren dabei enorm vom 12-GB-Framebuffer, der im Vergleich zur RTX 3070 mit nur 8 GB einen deutlichen Schritt nach vorne bedeutet und die Karte zukunftssicherer für hochauflösende Assets macht. Wird Raytracing aktiviert, zieht die Ada-Architektur ihre Muskeln spielen: Dank dedizierter RT-Cores der dritten Generation und Tensor-Cores der vierten Generation liefert die RTX 4070 RT-Leistung, die in vielen Titeln die einer RTX 3090 übertrifft – ein beachtlicher Sprung, der ohne DLSS-Frame-Generation allerdings immer noch nicht für uneingeschränktes 4K-Gaming mit maximaler Raytracing-Auslastung reicht.
In Produktivitätsanwendungen schlägt sich die Karte wacker. Blender-Cycles-Renderings profitieren von den CUDA-Kernen, während DaVinci Resolve und Adobe Premiere Pro die NVENC-Encoder der achten Generation nutzen, die merklich schnellere Exportzeiten ermöglichen. In SPECviewperf 2020, dem Industrie-Standard für professionelle CAD- und DCC-Anwendungen, liegt die Karte solide im Mittelfeld und eignet sich gut für Hobby-Content-Creator, die gelegentlich Videos schneiden oder 3D-Modelle rendern. Für professionelle Workstations mit stundenlangem Rendering-Alltag empfehlen wir jedoch nach wie vor höherklassige GPUs oder spezialisierte Lösungen. Für die überwiegende Mehrheit der Heimanwender liefert die RTX 4070 jedoch genau die richtige Mischung aus Gaming-Leistung und Content-Creation-Tauglichkeit.

Features & Konnektivität
NVIDIAs RTX-40-Serie steht synonym für DLSS 3, und genau dieses Feature ist eines der stärksten Argumente für die RTX 4070. DLSS 3 kombiniert bewährte KI-gestützte Skalierung mit einer neuen Funktion namens Frame Generation, die künstlich zusätzliche Zwischen-Frames erzeugt und so die wahrgenommene Bildrate teils drastisch erhöht. In Spielen wie Cyberpunk 2077, Microsoft Flight Simulator oder Warhammer 40.000: Darktide kann Frame Generation den Unterschied zwischen ruckelnd und butterweich ausmachen. Allerdings gilt: Die Technologie funktioniert nur auf RTX-40-GPUs, da sie auf den Optical-Flow-Accelerator der Ada-Architektur angewiesen ist. Wer bereits eine RTX 30 oder eine AMD-Karte besitzt, kann Frame Generation nicht nutzen. Hier liegt ein klarer strategischer Vorteil der 4070, den man bei der Kaufentscheidung berücksichtigen sollte.
Neben DLSS 3 unterstützt die Karte selbstverständlich auch DLSS 2, NVIDIAs Reflex-Technologie zur Reduzierung der Systemlatenz sowie AV1-Hardware-Encoding für effizientere Video-Streams und -Aufnahmen. Mit der achten Generation der NVENC-Encoder ist die Karte eine hervorragende Wahl für Streamer, die in OBS oder ähnlichen Tools gleichzeitig streamen und aufnehmen möchten, ohne dass die GPU-Performance spürbar einbricht. Auch NVIDIAs Broadcast-App, die mit KI-basierter Rauschunterdrückung und virtuellem Hintergrund arbeitet, läuft auf der Karte flüssig. Software-seitig bietet NVIDIA mit GeForce Experience und der neueren NVIDIA-App ein ausgereiftes Ökosystem für Treiber-Updates, Spieloptimierung und Game-Ready-Driver.
Beim Thema Konnektivität hatten wir die physischen Anschlüsse bereits erwähnt: drei DisplayPort-1.4a-Ausgänge und ein HDMI-2.1-Port. Was die drahtloslose Konnektivität betrifft, so gibt es auf der Karte selbst zwar kein WLAN oder Bluetooth – das ist GPUs generell fremd –, doch in Kombination mit einem aktuellen Mainboard mit Wi-Fi 6E oder Wi-Fi 7 entfaltet sich das volle Potenzial. Kompatibilität gibt es quasi mit jedem modernen System: PCIe 4.0 x16 wird vorausgesetzt, was Mainboards der letzten vier Jahre problemlos bieten. Ältere PCIe-3.0-Systeme funktionieren ebenfalls, allerdings mit minimalem Performance-Verlust von rund zwei bis drei Prozent. Mitgeliefert wird neben der Karte selbst lediglich ein Quick-Start-Guide sowie, je nach Region und Händler, ein Adapterkabel für ältere Netzteile. Hier zeigt sich, dass NVIDIA bei der Founders Edition minimalistisch bleibt.

Preis & Leistung
Mit einer UVP von 599 Euro beziehungsweise 599 US-Dollar betritt die RTX 4070 das Parkett in einer Klasse, die NVIDIA lange vernachlässigt hatte. Verglichen mit dem Launch der RTX 3070, die seinerzeit 499 US-Dollar kostete, fällt der Aufschlag von 100 US-Dollar zunächst einmal ins Auge. Inflationsbereinigt und unter Berücksichtigung der gestiegenen Leistung relativiert sich dieser Aufpreis jedoch. Blickt man zudem auf den Verkaufspreis zum Marktstart im April 2023, war die Founders Edition tatsächlich regelmäßig unter UVP zu finden, während Custom-Karten mit besseren Kühllösungen zwischen 600 und 700 Euro pendelten. Stand Anfang 2024 bewegen sich die Straßenpreise weitgehend stabil um die 600-Euro-Marke, mit gelegentlichen Sonderaktionen unter 550 Euro.
Die Frage, ob das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt, ist differenziert zu beantworten. Im Vergleich zur hauseigenen RTX 3070 liefert die RTX 4070 etwa 30 bis 40 Prozent mehr Leistung, effizienteren Betrieb und zukunftssichere 12 GB VRAM – ein klarer Fortschritt, der den Aufpreis rechtfertigt. Im Vergleich zur RTX 4070 Ti liegt die Leistung etwa 15 bis 20 Prozent niedriger, während der Preisunterschied bei rund 200 Euro liegt. Pro Leistungsprozent ist die RTX 4070 damit klar die bessere Wahl, sofern man auf die letzten Frames verzichten kann. Gegenüber AMDs Radeon RX 7800 XT, die mit 499 US-Dollar deutlich günstiger antritt, sieht es für NVIDIA weniger rosig aus: In reiner Rasterizer-Performance liegt die AMD-Karte nahezu gleichauf, in Raytracing-Wertung hat NVIDIA hingegen klar die Nase vorn. Die Kaufentscheidung wird hier zur Philosophiefrage: Setzt man auf maximale Rasterizer-Performance pro Euro oder auf das bessere Raytracing- und KI-Feature-Set?
Für wen lohnt sich der Kauf zum UVP? Vor allem für Aufsteiger von einer GTX-1070- oder RTX-2060-Klasse, die einen spürbaren Sprung wünschen. Für Besitzer einer RTX 3070 oder Radeon RX 6700 XT ist der Generationssprung kleiner, und ein Upgrade lohnt sich erst, wenn DLSS 3 Frame Generation den Ausschlag gibt. Wer den vollen Preis zahlt und nur in 1080p spielt, ist mit einer günstigeren RTX 4060 Ti besser bedient; wer 4K mit maximalen Details anstrebt, sollte mindestens zur RTX 4070 Ti Super oder 4070 Ti greifen. Die RTX 4070 ist damit eine Karte für 1440p-Enthusiasten, die bereit sind, für Effizienz und DLSS 3 etwas mehr auszugeben.
Vergleich mit Alternativen
Die offensichtlichste Alternative kommt aus dem eigenen Haus: die RTX 4070 Super. Sie wurde Anfang 2024 als Refresh vorgestellt und bietet mit etwa 7.168 CUDA-Kernen rund 20 Prozent mehr Rohleistung als die reguläre RTX 4070, während der Preis mit 599 US-Dollar identisch bleibt. Das TGP steigt minimal auf 220 W, womit die Effizienz leicht sinkt, aber im Rahmen bleibt. Für alle, die zwischen den beiden Modellen wählen, ist die Empfehlung klar: Wer aktuell kauft, sollte direkt zur Super-Variante greifen, sofern der Aufpreis gegenüber Custom-Modellen gering bleibt. Die reguläre RTX 4070 bleibt allerdings attraktiv für alle, die sie zum reduzierten Preis von unter 550 Euro finden.
Der zweite Hauptkonkurrent kommt von AMD: die Radeon RX 7800 XT. Mit 16 GB GDDR6, 3840 Stream-Prozessoren und einem 256-Bit-Speicherinterface positioniert AMD seine Karte als den perfekten Gegenspieler. In reiner Rasterizer-Performance liegt sie in etwa gleichauf mit der RTX 4070, in Raytracing bleibt die NVIDIA-Karte jedoch vorne. AMD kontert mit dem hauseigenen FSR 3, das in Ansätzen DLSS 3 kontert, in der Praxis aber noch nicht die gleiche Bildqualität und Verbreitung erreicht. Vorteil der Radeon: mehr VRAM und der günstigere Preis von rund 500 US-Dollar. Für preisbewusste Käufer ohne spezielle DLSS-Präferenz ist die RX 7800 XT eine ernsthafte Alternative.
Drittens lohnt sich der Blick auf die RTX 3070 Ti, die inzwischen zu Straßenpreisen um die 350 bis 400 Euro erhältlich ist. Wer keinen Wert auf DLSS 3 Frame Generation legt, in 1080p oder 1440p ohne extremes Raytracing spielt und schlicht das günstigste Ticket für solide Performance sucht, kann hier echtes Geld sparen. Allerdings muss man mit nur 8 GB VRAM klarkommen und auf die Effizienzvorteile der Ada-Architektur verzichten. Wer noch eine ältere Pascal- oder Turing-Karte nutzt, sollte den Sprung zur RTX 3070 Ti ebenfalls ernsthaft in Betracht ziehen, bevor er das doppelte Geld für eine RTX 4070 ausgibt.

Für wen lohnt sich das Produkt?
Die RTX 4070 richtet sich klar an eine definierte Zielgruppe: anspruchsvolle Gamer, die auf einem 1440p-Monitor mit hoher Bildrate und möglichst aktivem Raytracing spielen möchten. Wenn Sie in den letzten Jahren einen 27-Zoll-Monitor mit WQHD-Auflösung und 144 Hz oder mehr gekauft haben und diesen voll ausreizen möchten, ist die RTX 4070 eine hervorragend passende Wahl. Auch Nutzer eines hochwertigen 4K-Monitors, die bereit sind, in einigen Titeln auf DLSS zurückzugreifen, kommen mit dieser Karte zurecht. Wer hingegen ausschließlich in 1080p spielt, verschenkt einen Großteil des Potenzials und sollte zur RTX 4060 oder 4060 Ti greifen.
Eine zweite wichtige Zielgruppe sind Content-Creator im Semi-Profi-Bereich. Wer regelmäßig Videos in 4K schneidet, in Blender oder Cinema 4D rendert oder komplexe After-Effects-Kompositionen erstellt, profitiert von der Kombination aus 12 GB VRAM, schnellen CUDA-Kernen und dem AV1-fähigen NVENC-Encoder. Für gelegentliche YouTube-Videos oder Twitch-Streams in Full HD ist die RTX 4070 beinahe überdimensioniert, aber zukunftssicher. Hobby-Entwickler, die lokal LLMs ausführen möchten, finden in 12 GB VRAM zudem einen brauchbaren Kompromiss zwischen Leistung und Kosten.
Weniger geeignet ist die Karte für Hardcore-Enthusiasten, die unbedingt in 4K mit maximaler Detailstufe und uneingeschränktem Raytracing spielen möchten. Diese Zielgruppe ist bei der RTX 4080 oder 4090 besser aufgehoben. Ebenfalls nicht ideal ist die RTX 4070 für Office- und Multimedia-Nutzer, die keinerlei grafische Höchstleistung benötigen und besser mit einer günstigeren RTX 4060 oder einer integrierten Grafiklösung bedient sind. Auch für professionelle Workstations in Architektur, Maschinenbau oder Simulation empfehlen wir spezialisierte Profi-Karten der RTX-A-Serie, da diese zertifizierte Treiber und doppelt genauere Gleitkommaoperationen bieten.
Fazit
Die NVIDIA GeForce RTX 4070 ist eine solide Mainstream-Grafikkarte, die ihre Stärken vor allem in 1440p-Gaming, DLSS 3 Frame Generation und effizientem Betrieb ausspielt. Sie liefert die Leistung einer RTX 3080 bei deutlich niedrigerem Stromverbrauch und bietet mit 12 GB VRAM einen zukunftssicheren Speicher. Die Founders Edition überzeugt mit kompaktem Dual-Slot-Design, leiser Kühlung und hochwertiger Verarbeitung. In Kombination mit DLSS 3 und NVIDIAs ausgereiftem Software-Ökosystem ist sie eine ausgesprochen runde Karte für die gehobene Mittelklasse.
Allerdings gibt es Punkte, die den Gesamteindruck trüben. Der Aufpreis gegenüber dem Vorgänger RTX 3070 fällt mit 100 US-Dollar höher aus als bei früheren Generationen, und in reiner Rasterizer-Performance pro Euro ist die AMD-Konkurrenz teils überlegen. Auch die Tatsache, dass die RTX 4070 Super zum gleichen Preis deutlich mehr Leistung bietet, relativiert den Kauf der regulären 4070 zum UVP. Wer also aktuell vor der Entscheidung steht und den vollen UVP zahlt, sollte unbedingt die Super-Variante in Betracht ziehen oder auf Preissenkungen warten.
Aus diesen Gründen vergeben wir der RTX 4070 einen Score von 45/100. Die externe Fachpresse sieht die Karte ähnlich differenziert: Tom's Hardware lobt Effizienz und Features, kritisiert aber das Preis-Leistungs-Verhältnis im Vergleich zur direkten Konkurrenz. Unsere Bewertung spiegelt dieses Urteil wider: Die RTX 4070 ist technisch überzeugend, kämpft aber mit einem Preis, der für sich genommen nicht revolutionär ist, und einem Refresh, der den Vorgänger direkt überholt. Wer sie zum reduzierten Preis findet oder DLSS 3 zwingend benötigt, kann bedenkenlos zugreifen – alle anderen sollten die Alternativen prüfen.
Score: 45/100
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Häufige Fragen
Wie gut ist NVIDIA GeForce RTX 4070 Review: Ada trifft Mainstream?
NVIDIA GeForce RTX 4070 Review: Ada trifft Mainstream wurde von Nerdiction mit 45 von 100 Punkten bewertet und ist damit befriedigend.
Was sind die Vorteile von NVIDIA GeForce RTX 4070 Review: Ada trifft Mainstream?
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Lohnt sich NVIDIA GeForce RTX 4070 Review: Ada trifft Mainstream?
Nur bedingt. NVIDIA GeForce RTX 4070 Review: Ada trifft Mainstream erhält 45 von 100 Punkten.