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Kritik · Hardware15 Min. Lesezeit

NVIDIA GeForce RTX 4080 Super im Test: Mehr Leistung, weniger Preis

NVIDIA GeForce RTX 4080 Super im Test: Mehr Leistung, weniger Preis
Befriedigend
Nerdiction-Test
Befriedigend
Auf einen Blick

Das Urteil

Das Nerdiction-Urteil: NVIDIA GeForce RTX 4080 Super im Test: Mehr Leistung, weniger Preis ist befriedigend und erhält 49 von 100 Punkten.

Pro

  • Etwa 3 bis 5 Prozent mehr Leistung als die RTX 4080 bei gleichzeitig um 200 US-Dollar niedrigerem Einstiegspreis von 999 Euro, was die Preis-Leistung im Vergleich zum Vorgänger spürbar verbessert.
  • Effiziente Ausnutzung des 320-Watt-Power-Budgets mit praxisnahen Verbrauchswerten zwischen 216 und 300 Watt, was sich positiv auf Temperaturen und Lautstärke auswirkt.
  • Sehr leise laufende Founders Edition mit zwei 115-mm-Lüftern und Triple-Slot-Kühler, die auch unter Last einen souveränen und unauffälligen Betrieb gewährleistet.

Contra

  • Der Leistungssprung gegenüber der RTX 4080 fällt mit 3 bis 5 Prozent gering aus, was für Besitzer der regulären RTX 4080 keinen echten Upgrade-Grund darstellt.
  • In vielen reinen Rasterizer-Tests wird die Karte von der AMD RX 7900 XTX knapp geschlagen, die zudem mehr VRAM bietet und preislich vergleichbar positioniert ist.
  • Die Founders Edition verzichtet weiterhin auf USB Type-C, was moderne VR-Setups und einige Monitorkonfigurationen unnötig einschränkt.

Technische Daten

Hersteller

NVIDIA

Modell

RTX 4080 Super

Typ

Grafikkarte

UVP

999

Erschienen

Jan. 2024

minimum{"dx":"DirectX 12 Ultimate","os":"Windows 10 64-bit","cpu":"Intel Core i7-9700K / AMD Ryzen 7 3700X","gpu":"NVIDIA GeForce RTX 3060 Ti","ram":"16 GB","storage":"SSD with 50 GB available space"}
recommended{"dx":"DirectX 12 Ultimate","os":"Windows 11 64-bit","cpu":"Intel Core i7-12700K / AMD Ryzen 7 7700X","gpu":"NVIDIA GeForce RTX 4070 Ti","ram":"32 GB","storage":"NVMe SSD with 100 GB available space"}

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Die NVIDIA GeForce RTX 4080 Super betritt am 31. Januar 2024 die Bühne und richtet sich an alle, die das Maximum aus der Ada-Lovelace-Architektur herausholen wollen, ohne dabei den extrem hohen Aufpreis der ursprünglichen RTX 4080 in Kauf nehmen zu müssen. Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 999 Euro positioniert NVIDIA diese Karte bewusst als Brücke zwischen der etablierten Oberklasse und der eigenen Enthusiasten-Spitze, der RTX 4090. In einer Zeit, in der Grafikkarten nicht mehr nur reine Gaming-Beschleuniger sind, sondern zunehmend als Rechenknechte für KI-Anwendungen, Content Creation und datenintensive Workflows dienen, kommt der RTX 4080 Super eine besondere Bedeutung zu. Sie soll zeigen, dass sich High-End-Leistung und ein vertretbarer Preis nicht zwingend ausschließen müssen.

Für die Nerdiction-Leser ist diese Karte vor allem deshalb relevant, weil NVIDIA hier einen sehr konkreten Spagat versucht: Einerseits soll die Karte spürbar mehr Performance bieten als der direkte Vorgänger, andererseits soll der Preis um 200 US-Dollar sinken, um die Attraktivität im hart umkämpften High-End-Segment zu erhöhen. AMD hat mit der RX 7900 XTX in dieser Klasse längst ein wettbewerbsfähiges Produkt im Rennen, und die kommende Generation aus eigenem Hause wirft bereits ihren Schatten voraus. Um zu verstehen, wo die RTX 4080 Super tatsächlich steht, lohnt sich ein genauer Blick auf ihre Architektur, ihre Leistungswerte und ihren Platz im aktuellen Marktgefüge.

In diesem Test gehen wir die Founders Edition Schritt für Schritt durch. Wir betrachten das Design und die Verarbeitungsqualität, analysieren die Leistung anhand konkreter Benchmarks aus unabhängigen Fachredaktionen und ziehen Vergleiche zur Vorgängerin sowie zur Konkurrenz. Darüber hinaus werfen wir einen Blick auf die gebotenen Features, die Konnektivität und das mitgelieferte Zubehör, bevor wir am Ende eine ehrliche Kaufempfehlung geben. Unser Ziel ist es, nicht nur die technischen Daten zu wiederholen, sondern ein differenziertes Bild der Karte zu zeichnen, das dir als Entscheidungsgrundlage dient – egal, ob du Gamer, Creator oder schlicht an moderner Hardware interessiert bist.

Ein Hinweis vorab: Wer bereits eine RTX 4080 sein Eigen nennt, wird hier kaum einen Grund zum Upgrade finden. Wer hingegen von einer älteren Generation wie der RTX 30-Serie oder einer vergleichbaren AMD-Karte kommt, bekommt mit der RTX 4080 Super ein überaus attraktives Paket, das wir im Folgenden genau aufschlüsseln werden.

NVIDIA GeForce RTX 4080 Super 1

Design & Verarbeitung

Die Founders Edition der RTX 4080 Super setzt NVIDIAs bewährtes Designkonzept fort, bringt aber eine auffällige farbliche Neuerung mit sich. Statt des bisherigen gunmetal-grauen Gehäuses der RTX 4080 FE kommt die Super-Variante mit einer schwarzen, rundumlaufenden Ummantelung daher, die in Kombination mit dem dezenten „Super"-Logo auf der Front für einen modernen, fast schon zurückhaltenden Eindruck sorgt. Wer den metallischen Look der Vorgängerin schätzte, mag diese Wandlung als Bruch empfinden; wer hingegen Wert auf eine Karte legt, die sich unauffällig in dunkle Builds einfügt, wird die neue Farbgebung begrüßen. In puncto Abmessungen und Gewicht bleibt die Karte dagegen nahezu identisch zur RTX 4080, was die Kompatibilität mit bereits vorhandenen Gehäusen und Halterungen erleichtert.

Bei der Materialwahl setzt NVIDIA weiterhin auf hochwertiges Aluminium und Kunststoffkomponenten, die in einem mehrteiligen Gehäuse verbaut sind. Die Spaltmaße sind gleichmäßig, die Übergänge zwischen den einzelnen Materialien sauber verarbeitet. Die Karte wirkt massiv und solide, was nicht zuletzt am massiven Kühlkörper und der dicken Backplate liegt. In der Hand gehalten, vermittelt sie das beruhigende Gefühl, dass hier kein Billigprodukt verkauft wird – ein Eindruck, den auch die Fachpresse in ihren Tests durchweg bestätigt. Die Rückseite ist mit einer schwarzen Backplate verkleidet, die nicht nur die Komponenten schützt, sondern auch ästhetisch mit dem restlichen Design harmoniert.

Das Kühlsystem der Founders Edition besteht aus zwei 115-mm-Lüftern, die jeweils an den Außenseiten der Karte platziert sind. Diese Anordnung soll laut NVIDIA dazu beitragen, die wahrnehmbare Lautstärke zu reduzieren, da ein Lüfter vom Mikrofon abgewandt betrieben werden kann. In der Praxis zeigt sich, dass die Karte unter Last vergleichsweise leise arbeitet und der Triple-Slot-Kühler mit seiner großen Kühlfläche auch bei höheren Temperaturen souverän agiert. Das Slot-Bracket bietet Platz für die üblichen Display-Ausgänge und fügt sich nahtlos in das Gesamtbild ein. Insgesamt hinterlässt die Founders Edition einen sehr durchdachten, hochwertigen Eindruck, der sich auch im alltäglichen Einsatz fortsetzt.

Optische Akzente setzt die Karte vor allem durch das dezente GeForce-Logo auf der Seite, das dezent beleuchtet wird. Eine ausgeprägte RGB-Beleuchtung sucht man vergebens – NVIDIA bleibt bei der Founders Edition auch bei der Super-Variante ihrem minimalistischen Stil treu. Das mag Puristen freuen, RGB-Enthusiasten werden dagegen eher zu den Custom-Designs der Boardpartner greifen müssen, falls sie Wert auf umfangreiche Beleuchtungseffekte legen. Insgesamt ist das Design der RTX 4080 Super FE ein evolutionärer Schritt, der die Stärken des Vorgängers bewahrt und an den richtigen Stellen modernisiert.

NVIDIA GeForce RTX 4080 Super 2

Leistung & Benchmarks

Die RTX 4080 Super nutzt denselben AD103-Chip wie die reguläre RTX 4080, bringt jedoch mehr aktivierte Einheiten mit sich. Statt 9728 CUDA-Kernen sind es 10.240, was einem Plus von rund 5,26 Prozent entspricht. Auch bei den SMs (80 statt 76), den RT-Cores (80 statt 76) und den Tensor-Cores (320 statt 304) zeigt sich dieses Muster. Der Boost-Takt wurde leicht von 2505 MHz auf 2550 MHz angehoben. Der Speicher bleibt mit 16 GB GDDR6X und einem 256-Bit-Interface identisch, allerdings steigt die Speichergeschwindigkeit von 22,4 Gbps auf 23 Gbps, was eine Bandbreite von 736 GB/s ergibt – ein Plus von rund 2,7 Prozent gegenüber dem Vorgänger. Die TGP bleibt mit 320 Watt nominell unverändert.

In unabhängigen Benchmarks zeigt sich, dass die RTX 4080 Super die Erwartungen erfüllt, die NVIDIA im Vorfeld geweckt hatte: etwa 3 Prozent mehr Leistung als die RTX 4080, in einzelnen Titeln auch etwas mehr. In einer umfangreichen Testreihe bei 4K Ultra über mehrere aktuelle Titel hinweg lag die Super im Durchschnitt rund 3,5 Prozent vor der regulären RTX 4080, wobei die Spanne je nach Spiel zwischen 0,5 Prozent (etwa in Forza Horizon 5) und etwa 5,5 Prozent reichte. Dieses Bild deckt sich mit der theoretischen Rechensteigerung von rund 5 Prozent – in der Praxis fällt der Sprung also etwas kleiner aus, da viele Titel zunehmend speicher- oder bandbreitenlimitiert sind und nicht allein von der reinen Rechenleistung profitieren.

Interessant ist auch der Blick auf die Energieeffizienz. Trotz der gestiegenen Rechenleistung bleibt die Leistungsaufnahme unter Last ähnlich wie beim Vorgänger. In Tests von Tom's Hardware genehmigte sich die Karte je nach Auflösung und Einstellung im Mittel zwischen 216 Watt (1080p Medium) und 300 Watt (4K Ultra) – das sind praxisnahe Werte, die klar unter dem nominellen 320-Watt-Limit liegen. Das bedeutet, dass die Karte in vielen Szenarien gar nicht ihr volles Power-Budget ausschöpft, was sich positiv auf Temperaturen und Lautstärke auswirkt. Für Anwender, die ein leises und kühles System bevorzugen, ist das ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

In realen Anwendungsfällen zeigt sich die RTX 4080 Super als exzellente Wahl für anspruchsvolles 4K-Gaming mit hohen Bildraten, für Creator-Workflows mit GPU-Beschleunigung in Anwendungen wie DaVinci Resolve, Blender oder Adobe Premiere sowie für KI-Anwendungen, die von den schnellen Tensor-Cores profitieren. Wer mit aktiviertem Raytracing spielt, erhält durch die zusätzlichen RT-Cores ebenfalls einen kleinen, aber spürbaren Vorteil gegenüber der Vorgängerin. Insgesamt positioniert sich die Karte als einer der stärksten 4K-Grafikbeschleuniger auf dem Markt – mit der wichtigen Einschränkung, dass der Leistungssprung gegenüber der RTX 4080 kleiner ausfällt als der Preissturz vermuten lässt.

Features & Konnektivität

Die RTX 4080 Super unterstützt den vollständigen Funktionsumfang der Ada-Lovelace-Architektur. Dazu gehören DLSS 3 mit Frame Generation, die hardwarebeschleunigte Strahlenverfolgung der dritten Generation und die überarbeiteten Tensor-Cores, die für KI-gestützte Aufgaben wie DLSS oder NVENC mit AV1-Unterstützung herangezogen werden. Gerade DLSS 3 mit Frame Generation ist ein Feature, das den wahrnehmbaren Leistungsunterschied zwischen RTX 4080 und RTX 4080 Super in unterstützten Titeln deutlich vergrößern kann, da hier die KI-basierte Zwischenbildberechnung den eigentlichen GPU-Renderpfad entlastet. Für Anwender, die auf maximale Bildraten bei gleichzeitiger Aktivierung von Raytracing setzen, ist dies ein entscheidender Vorteil.

Bei den Schnittstellen bietet die Founders Edition die gewohnte Ausstattung: drei DisplayPort-1.4a-Anschlüsse und ein HDMI-2.1-Port, die moderne Monitore und Fernseher mit hohen Auflösungen und Bildwiederholraten unterstützen. USB Type-C bleibt der Founders Edition wie schon beim Vorgänger verwehrt – ein Punkt, den einige Nutzer kritisieren, der aber in der Praxis selten ins Gewicht fällt, da die meisten Nutzer ohnehin auf DisplayPort oder HDMI setzen. Für Multi-Monitor-Setups oder VR-Anwendungen ist die Konnektivität mehr als ausreichend dimensioniert.

Softwareseitig wird die RTX 4080 Super von der NVIDIA GeForce Experience und der neueren NVIDIA App unterstützt, die Treiberverwaltung, Optimierung und Game-Ready-Treiber bereitstellen. Auch NVIDIA Studio, das Creator-Ökosystem mit optimierten Treibern für professionelle Anwendungen, steht zur Verfügung. Die Treiberqualität war bei Ada-Lovelace-Karten durchweg gut, und die RTX 4080 Super profitiert von der ausgereiften Plattform, ohne dass mit Einführungsproblemen zu rechnen ist. Zu den weiteren Features zählen Resizable BAR, NVIDIA Reflex für reduzierte Latenzzeiten und AV1-Encoding, was besonders für Streamer und Content-Ersteller interessant ist.

Beim mitgelieferten Zubehör beschränkt sich die Founders Edition auf das Nötigste: die Karte selbst, eine Kurzanleitung und das obligatorische 12VHPWR-Adapterkabel. Hier macht NVIDIA keine Unterschiede zur Vorgängerin, und das ist verständlich – die Founders Edition richtet sich an Enthusiasten, die ihr eigenes Kabelmanagement bevorzugen und ohnehin hochwertige Netzteile verwenden. Hervorzuheben ist, dass die RTX 4080 Super wie alle aktuellen RTX-4000-Modelle den 16-Pin-12VHPWR-Anschluss verwendet, was bei der Wahl des Netzteils und der Verkabelung beachtet werden sollte. Kompatibilität ist mit aktuellen ATX-3.0-Netzteilen problemlos gegeben.

NVIDIA GeForce RTX 4080 Super 3

Preis & Leistung

Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 999 Euro markiert NVIDIA einen strategisch wichtigen Preis – immerhin 200 US-Dollar weniger als die ursprüngliche RTX 4080 zum Marktstart. Dieser Schritt ist durchaus bemerkenswert, denn er zeigt, dass NVIDIA auf den zunehmenden Wettbewerbsdruck durch AMDs RX 7900 XTX und auf die allgemeine Marktlage reagiert hat. Straßenpreise können je nach Verfügbarkeit und Boardpartner-Design leicht abweichen, bewegen sich aber in der Regel um oder knapp über der UVP. Wer eine Founders Edition ergattern möchte, sollte allerdings mit einer begrenzten Verfügbarkeit rechnen, da diese Versionen erfahrungsgemäß schnell vergriffen sind.

Im Vergleich zur Konkurrenz positioniert sich die RTX 4080 Super als High-End-Karte, die in vielen Titeln Raytracing-Performance der Spitzenklasse liefert, bei reiner Rasterization allerdings teilweise von der RX 7900 XTX geschlagen wird – allerdings nur knapp. Dafür bietet die RTX 4080 Super Vorteile bei DLSS 3, bei der Softwareunterstützung und bei der Energieeffizienz, was sie für viele Käufer trotz des leicht höheren Preises attraktiv macht. Wer auf NVIDIA-spezifische Features wie DLSS Frame Generation, CUDA-Beschleunigung in professionellen Anwendungen oder das ausgereifte Treiber-Ökosystem setzt, findet in der RTX 4080 Super ein sehr überzeugendes Gesamtpaket.

Die Frage, ob sich der Aufpreis gegenüber einer RTX 4070 Ti Super lohnt, ist differenziert zu beantworten. Wer in 1440p spielt oder keine extremen Anforderungen an Raytracing stellt, ist mit der günstigeren Karte oft besser bedient. Wer hingegen das Maximum aus seinem 4K-Monitor herausholen möchte und dabei auch hohe Bildraten mit aktiviertem Raytracing erwartet, erhält mit der RTX 4080 Super einen spürbaren Mehrwert. Der Sprung von etwa 15 bis 20 Prozent in 4K-Szenarien rechtfertigt den Aufpreis in dieser Zielgruppe, zumal der Preissprung zur RTX 4080 Super im Vergleich zur ursprünglichen RTX 4080 nun deutlich moderater ausfällt.

Unterm Strich ist die Preis-Leistung der RTX 4080 Super deutlich besser als die der ursprünglichen RTX 4080. Wer mit dem Gedanken spielt, sich eine High-End-Karte anzuschaffen, bekommt hier mehr Leistung pro Euro als noch vor wenigen Monaten. Allerdings bleibt festzuhalten, dass die Karte preislich immer noch in einem Segment liegt, das für Gelegenheitsspieler kaum zugänglich ist. Hier muss jeder Interessent für sich entscheiden, ob die gebotene Leistung den Invest rechtfertigt.

Vergleich mit Alternativen

Der direkte Vergleich mit der ursprünglichen RTX 4080 ist naheliegend, fällt aber aus Sicht der RTX 4080 Super klar aus: Sie bietet etwa 3 bis 5 Prozent mehr Leistung, kostet aber 200 US-Dollar weniger. Damit ist die Super-Variante in fast jeder Hinsicht die rationalere Wahl, es sei denn, eine Restposten-RTX-4080 ist deutlich günstiger zu haben. NVIDIA hat angekündigt, die reguläre RTX 4080 nach und nach aus dem Programm zu nehmen, sodass sich die Frage ohnehin bald nicht mehr stellen wird.

Der wohl wichtigste Vergleich ist der mit der AMD Radeon RX 7900 XTX. Beide Karten spielen in derselben Preis- und Leistungsklasse. Die RX 7900 XTX bietet 24 GB GDDR6X-Speicher und liegt in vielen reinen Rasterizer-Tests leicht vorne, während die RTX 4080 Super bei Raytracing, DLSS 3 und Software-Features die Nase vorn hat. Für Gamer, die auf offene Standards und maximale Speicherausstattung Wert legen, ist die RX 7900 XTX eine ernstzunehmende Alternative. Wer hingegen auf NVIDIA-spezifische Features, eine breitere Softwareunterstützung oder CUDA-Beschleunigung in professionellen Anwendungen angewiesen ist, sollte zur RTX 4080 Super greifen. Der Leistungsunterschied ist in den meisten Titeln kleiner als 5 Prozent, sodass die Wahl stark von den individuellen Prioritäten abhängt.

Eine weitere Alternative ist die RTX 4070 Ti Super, die für etwa 800 Euro erhältlich ist. Sie bietet rund 15 bis 20 Prozent weniger Leistung als die RTX 4080 Super, kostet dafür aber auch spürbar weniger. Für 1440p-Gamer, die keinen 4K-Monitor betreiben, kann sie die bessere Wahl sein. Wer maximale 4K-Leistung mit aktiviertem Raytracing möchte, kommt allerdings um den Aufpreis zur RTX 4080 Super nicht herum. Wer noch mehr Leistung benötigt, findet sie nur in der RTX 4090 – die allerdings preislich in einer völlig anderen Liga spielt und für die meisten Anwender überdimensioniert ist. Insgesamt ist die RTX 4080 Super die vernünftigste Wahl im High-End-Segment, solange man nicht zwingend auf die Spitzenleistung der RTX 4090 angewiesen ist.

NVIDIA GeForce RTX 4080 Super 4

Für wen lohnt sich das Produkt?

Die RTX 4080 Super richtet sich in erster Linie an Enthusiasten, die das Maximum aus aktuellen Spielen herausholen möchten, ohne den Sprung zur RTX 4090 zu wagen. Wenn du einen hochauflösenden 4K-Monitor mit hoher Bildwiederholrate besitzt und auch in anspruchsvollen Titeln mit aktiviertem Raytracing hohe Bildraten genießen möchtest, ist diese Karte eine sehr gute Wahl. Auch wer regelmäßig zwischen Gaming und Content Creation wechselt, profitiert von der ausgewogenen Plattform: 16 GB VRAM sind für die meisten aktuellen Workflows ausreichend, und die Tensor-Cores beschleunigen viele KI-gestützte Anwendungen erheblich.

Für Einsteiger oder Gelegenheitsspieler ist die RTX 4080 Super dagegen überdimensioniert. Wer überwiegend in 1080p oder 1440p spielt und keine extremen Anforderungen an Bildraten und Raytracing stellt, findet in günstigeren Karten wie der RTX 4070 oder der RX 7800 XT ein deutlich besseres Preis-Leistungs-Verhältnis. Auch wer bereits eine RTX 4080 besitzt, hat keinen triftigen Grund für ein Upgrade – der Leistungssprung ist schlicht zu gering. Sinnvoll ist der Wechsel vor allem für Besitzer älterer Karten aus der RTX-30-Serie oder vergleichbarer AMD-Modelle, die einen spürbaren Generationssprung erleben möchten.

Wenn du zu den Anwendern gehörst, die stark auf NVIDIA-spezifische Features angewiesen sind – sei es DLSS 3 mit Frame Generation, CUDA-Beschleunigung in Blender oder DaVinci Resolve, oder die ausgereifte Studio-Treibersoftmat –, dann ist die RTX 4080 Super in dieser Klasse die erste Wahl. In allen anderen Fällen lohnt sich ein Blick auf die RX 7900 XTX, die in vielen Szenarien eine ebenbürtige Leistung zu einem vergleichbaren Preis bietet. Die endgültige Entscheidung hängt also stark davon ab, welche Software-Ökosysteme du nutzt und welche Features dir wichtiger sind als die letzten Prozent Leistung.

Abschließend lässt sich sagen: Für eine klar definierte Zielgruppe ist die RTX 4080 Super eine exzellente Wahl. Für alle anderen gibt es stärkere Alternativen. Wer unsicher ist, sollte seine aktuelle Hardware und seinen tatsächlichen Bedarf kritisch hinterfragen, bevor er 999 Euro in eine neue Grafikkarte investiert.

Fazit

Die NVIDIA GeForce RTX 4080 Super ist eine gelungene Weiterentwicklung, die vor allem durch ihren niedrigeren Preis gegenüber der ursprünglichen RTX 4080 überzeugt. Mit etwa 3 bis 5 Prozent mehr Leistung und einem um 200 US-Dollar reduzierten Einstiegspreis ist sie die rationalere Wahl für alle, die im High-End-Segment einkaufen möchten. Die Founders Edition bietet dabei eine sehr gute Verarbeitungsqualität, ein leises Kühlsystem und die ausgereifte Ada-Lovelace-Plattform mit allen Vorteilen wie DLSS 3, hardwarebeschleunigtem Raytracing und AV1-Encoding.

Auf der anderen Seite darf man nicht vergessen, dass der Leistungssprung gegenüber der RTX 4080 überschaubar ist und die Karte in vielen Rasterizer-Tests von der RX 7900 XTX knapp geschlagen wird. Der hohe Preis bleibt für viele Anwender eine Hürde, und die spürbaren Verbesserungen halten sich in Grenzen, wenn man bereits eine Vorgängerkarte aus der Ada-Generation besitzt. Auch das Fehlen von USB Type-C an der Founders Edition ist ein kleiner Wermutstropfen, der allerdings in der Praxis selten relevant ist.

Unterm Strich erhält die RTX 4080 Super von uns einen Score von 49 von 100. Diese Bewertung spiegelt ihre starke, aber nicht überragende Leistung wider, die in einem immer noch anspruchsvollen Preissegment angesiedelt ist. Sie liegt damit im Bereich vergleichbarer Fachredaktionen, die die RTX 4080 Super als solide, aber keine bahnbrechende Karte einordnen. Für Enthusiasten mit 4K-Monitor und Bedarf an Raytracing-Leistung ist sie eine klare Empfehlung. Für alle anderen lohnt sich der Blick auf günstigere Alternativen oder die RX 7900 XTX. Wir vergeben daher eine eingeschränkte Empfehlung mit deutlicher Tendenz zur Kaufempfehlung für die genannte Zielgruppe.

Häufige Fragen

Wie gut ist NVIDIA GeForce RTX 4080 Super im Test: Mehr Leistung, weniger Preis?

NVIDIA GeForce RTX 4080 Super im Test: Mehr Leistung, weniger Preis wurde von Nerdiction mit 49 von 100 Punkten bewertet und ist damit befriedigend.

Was sind die Vorteile von NVIDIA GeForce RTX 4080 Super im Test: Mehr Leistung, weniger Preis?

Die Vorteile von NVIDIA GeForce RTX 4080 Super im Test: Mehr Leistung, weniger Preis: Etwa 3 bis 5 Prozent mehr Leistung als die RTX 4080 bei gleichzeitig um 200 US-Dollar niedrigerem Einstiegspreis von 999 Euro, was die Preis-Leistung im Vergleich zum Vorgänger spürbar verbessert., Effiziente Ausnutzung des 320-Watt-Power-Budgets mit praxisnahen Verbrauchswerten zwischen 216 und 300 Watt, was sich positiv auf Temperaturen und Lautstärke auswirkt., Sehr leise laufende Founders Edition mit zwei 115-mm-Lüftern und Triple-Slot-Kühler, die auch unter Last einen souveränen und unauffälligen Betrieb gewährleistet., Volle Unterstützung von DLSS 3 mit Frame Generation, hardwarebeschleunigtem Raytracing der dritten Generation und AV1-Encoding für moderne Workflows in Spielen und Content Creation., Hochwertige Verarbeitung und schickes, zurückhaltendes Design mit neuer schwarzer Farbgebung, das sich unauffällig in dunkle Builds integriert und auch in Sachen Spaltmaßen und Materialwahl überzeugt..

Was sind die Nachteile von NVIDIA GeForce RTX 4080 Super im Test: Mehr Leistung, weniger Preis?

Die Nachteile von NVIDIA GeForce RTX 4080 Super im Test: Mehr Leistung, weniger Preis: Der Leistungssprung gegenüber der RTX 4080 fällt mit 3 bis 5 Prozent gering aus, was für Besitzer der regulären RTX 4080 keinen echten Upgrade-Grund darstellt., In vielen reinen Rasterizer-Tests wird die Karte von der AMD RX 7900 XTX knapp geschlagen, die zudem mehr VRAM bietet und preislich vergleichbar positioniert ist., Die Founders Edition verzichtet weiterhin auf USB Type-C, was moderne VR-Setups und einige Monitorkonfigurationen unnötig einschränkt., Mit einem Straßenpreis von rund 999 Euro bleibt die Karte preislich in einem Segment, das für die meisten Gelegenheitsspieler kaum zugänglich ist., Es fehlt eine ausgeprägte RGB-Beleuchtung an der Founders Edition, sodass RGB-Enthusiasten auf Custom-Designs der Boardpartner ausweichen müssen..

Lohnt sich NVIDIA GeForce RTX 4080 Super im Test: Mehr Leistung, weniger Preis?

Nur bedingt. NVIDIA GeForce RTX 4080 Super im Test: Mehr Leistung, weniger Preis erhält 49 von 100 Punkten.

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