
Das Urteil
Das Nerdiction-Urteil: LG UltraGear 27GR95QE Test: OLED-Gaming auf 27 Zoll ist hervorragend und erhält 88 von 100 Punkten.
Pro
- Hervorragende OLED-Bildqualität mit perfekten Schwarzwerten und einem Kontrastverhältnis von 1.500.000:1
- Extrem schnelle Reaktionszeit von 0,03 ms (GtG) in Kombination mit 240 Hz für saubere Bewegtbilddarstellung
- Moderne Anschlussvielfalt mit HDMI 2.1, DisplayPort 1.4 und USB Type-C für flexible Setups
Contra
- Mit rund 206 Nits gemessener Spitzenhelligkeit deutlich unter Mini-LED- und QD-OLED-Konkurrenz, was HDR-Highlights limitiert
- UVP von 999 Euro ist im Vergleich zu hochwertigen 240-Hz-IPS-Monitoren ein deutlicher Aufpreis
- OLED-typisches Risiko von Einbrenneffekten bei langen statischen Inhalten bleibt bestehen
Technische Daten
Hersteller
LG
Modell
27GR95QE-B
Typ
Monitor
UVP
999 €
Erschienen
Dez. 2022
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Design & Verarbeitung
- Leistung & Benchmarks
- Features & Konnektivität
- Preis & Leistung
- Vergleich mit Alternativen
- Für wen lohnt sich das Produkt?
- Fazit
Einleitung
Mit dem UltraGear 27GR95QE bringt LG einen Monitor auf den Gaming-Markt, der in mehrfacher Hinsicht für Aufsehen sorgt. Erstmals kombiniert der Hersteller ein flaches 27-Zoll-OLED-Panel mit einer nativen Bildwiederholrate von 240 Hz und einer für OLED typischen Reaktionszeit von 0,03 ms (GtG). Damit adressiert LG gezielt die Zielgruppe ambitionierter Gamer, die weder auf die brillanten Schwarzwerte und die hohe Farbtreue moderner OLED-Panels noch auf die Geschwindigkeit klassischer High-Refresh-IPS- oder TN-Panels verzichten möchten. Der 27GR95QE ist Teil einer neuen Generation von OLED-Gaming-Monitoren, die das bisherige Manko der OLED-Technologie – niedrigere Bildwiederholraten – adressiert und damit einen sweet spot aus Reaktionszeit, Bewegungsschärfe und Bildqualität verspricht.
Im Marktumfeld nimmt der 27GR95QE eine besondere Rolle ein. Während OLED-Displays im TV-Segment längst etabliert sind, halten sie erst seit Kurzem Einzug in die PC-Welt, insbesondere im Bereich Gaming. Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 999 Euro positioniert LG das Gerät im oberen Mittelfeld – preislich unter den ersten OLED-Monitoren von 2022, aber weiterhin deutlich über klassischen IPS-Monitoren mit vergleichbarer Bildschirmdiagonale und Auflösung. Der Monitor richtet sich somit an Enthusiasten, die bereit sind, für Spitzentechnologie einen Aufpreis zu zahlen, dabei aber nicht in die Preisregionen der großen Curved-OLED-Modelle wie des LG 45GR95QE vorstoßen wollen.
In dieser Review betrachten wir den LG UltraGear 27GR95QE aus unterschiedlichen Blickwinkeln: vom Design über die technische Leistungsfähigkeit bis hin zur Frage, für welche Käufer sich der Monitor tatsächlich lohnt. Wir stützen uns dabei auf Herstellerangaben, unabhängige Messungen aus Fachredaktionen sowie auf die Erfahrungsberichte erfahrener Tester, um ein möglichst differenziertes Bild zu zeichnen. Spoiler: Es ist einer der besten 27-Zoll-Gaming-Monitore auf dem Markt, aber er ist nicht perfekt – und das liegt nicht zwingend am Display selbst.
Design & Verarbeitung
Der LG UltraGear 27GR95QE trägt die unverkennbare Designsprache der UltraGear-Serie, setzt aber durch das OLED-Panel und die kompaktere Bauform eigene Akzente. Der Standfuß ist im typischen V-förmigen Design gehalten, das LG bereits bei früheren UltraGear-Modellen verwendet hat, und sorgt für einen stabilen Stand auf dem Schreibtisch. Die Verarbeitung wirkt hochwertig, die Materialien bestehen überwiegend aus mattem Kunststoff in dunkler Farbgebung, der sowohl unauffällig als auch robust erscheint. Im Vergleich zu vielen Konkurrenten, die auf aggressive Gaming-Optik mit scharfen Kanten und auffälligen Akzenten setzen, bleibt LG beim 27GR95QE eher zurückhaltend – was dem Monitor auch den Spagat in produktive Umgebungen erleichtert.
Der Bildschirm selbst misst effektiv 26,5 Zoll in der Diagonale, was LG als 27-Zoll-Klasse vermarktet. Das Panel ist flach ausgeführt – im Gegensatz zum größeren Schwestermodell 45GR95QE, das mit einer 800R-Krümmung aufwartet. Für viele Gamer, die bevorzugt kompetitiv spielen oder schlicht ein klassisches 16:9-Format bevorzugen, ist diese flache Bauweise die richtige Wahl. Die Rahmen rund um das Display fallen angenehm schmal aus, sodass auch Multi-Monitor-Setups grundsätzlich denkbar wären, wenngleich OLED-Monitore in dieser Preisklasse selten primär für solche Konfigurationen gekauft werden.

Auf der Rückseite setzt LG auf ein cleanes Design mit dezenten UltraGear-Akzenten. Eine RGB-Beleuchtung ist beim 27GR95QE nicht in dem Maße vorhanden, wie man es von manchen Konkurrenten kennt – vielmehr setzt LG auf zurückhaltende Elemente, die das Gesamtbild nicht dominieren. Der Monitor ist ergonomisch gut aufgestellt: Er unterstützt Höhenverstellung, Neigung und Drehung, sodass er sich flexibel an verschiedene Sitzpositionen und Schreibtischhöhen anpassen lässt. Eine Pivot-Funktion für den Hochformat-Betrieb fehlt zwar, ist in der Gaming-Klasse aber ohnehin nur selten relevant.
Insgesamt hinterlässt der 27GR95QE in puncto Design und Verarbeitung einen sehr soliden Eindruck. Er ist kein Hingucker im Sinne eines „Showpiece-Monitors", aber er fügt sich unauffällig in jede Umgebung ein und liefert genau das, was man von einem Premium-Gaming-Monitor erwartet: ein durchdachtes Gehäuse, eine stabile Konstruktion und eine angemessene Ergonomie. Dass LG dabei auf übertriebene Gaming-Gimmicks wie starke RGB-Beleuchtung verzichtet, ist für viele Käufer ein Pluspunkt.
Leistung & Benchmarks
Das Herzstück des LG UltraGear 27GR95QE ist zweifellos sein OLED-Panel mit 2560 x 1440 Pixeln Auflösung und einer nativen Bildwiederholrate von 240 Hz. In Kombination mit der von LG spezifizierten Reaktionszeit von 0,03 ms (GtG) verspricht der Monitor eine außergewöhnlich schnelle und saubere Bewegtbilddarstellung. OLED-Panels sind in dieser Disziplin traditionell überlegen, da jedes Pixel individuell angesteuert wird und kein Backlight-Überschwingen wie bei IPS- oder VA-Panels erforderlich ist. In der Praxis bestätigen unabhängige Tests diese Stärke: Bewegungen bleiben knackig, Geisterbilder und Schlieren sind nahezu nicht vorhanden, und schnelle Kameraschwenks wirken auch in kompetitiven Spielen wie Counter-Strike 2 oder Apex Legends sauber und scharf.
In puncto Farbdarstellung liefert der 27GR95QE ebenfalls hervorragende Werte. LG gibt eine Abdeckung von 98,5 % des DCI-P3-Farbraums an, was den Monitor nicht nur für Gaming, sondern auch für Content Creation interessant macht. Die 10-Bit-Farbtiefe sorgt zusätzlich für feine Farbübergänge ohne sichtbares Banding. Der Kontrast ist mit einem Werkswert von 1.500.000:1 angegeben – ein typischer OLED-Wert, der in der Realität bedeutet, dass echtes Schwarz tatsächlich schwarz ist und nicht wie bei IPS-Monitoren in einem dunklen Grau endet. Das ist insbesondere bei HDR-Inhalten ein enormer Vorteil, wo der 27GR95QE die Stärken von OLED voll ausspielen kann.

Bei der Spitzenhelligkeit muss man allerdings realistische Erwartungen an den Tag legen. In unabhängigen Messungen wurde eine Peak-Helligkeit von rund 206 Nits (lt. SD) im SDR-Betrieb gemessen. Das ist für typische Schreibtisch- und Wohnraumbedingungen ausreichend, liegt aber deutlich unter den Werten, die Mini-LED- oder QD-OLED-Konkurrenten erreichen können. HDR-Inhalte profitieren zwar von der perfekten Schwarzdarstellung und dem daraus resultierenden Kontrast, aber besonders helle Highlights können nicht in dem Maße glänzen, wie man es von hochwertigen HDR-Displays gewohnt ist. Wer einen Monitor primär für HDR-Filme oder hell erleuchtete Szenen sucht, sollte diese Einschränkung im Hinterkopf behalten.
Im Vergleich zum direkten Vorgängermodell und zu klassischen IPS-Konkurrenten gleicher Preisklasse schneidet der 27GR95QE in Bewegungstests deutlich besser ab. Die Kombination aus 240 Hz, OLED-Reaktionszeit und QHD-Auflösung trifft den Nerv vieler PC-Gamer: Die Auflösung ist hoch genug, um auch in produktiven Anwendungen scharf zu wirken, aber nicht so anspruchsvoll, dass aktuelle Grafikkarten an ihre Grenzen stoßen. Selbst mit einer GPU der gehobenen Mittelklasse lassen sich in vielen aktuellen Spielen Bildraten nahe der nativen 240 Hz erreichen, sodass der Monitor sein volles Potenzial entfalten kann. Adaptive Sync ist natürlich an Bord und sorgt für eine ruckelfreie Darstellung, wenn die Bildrate einmal nicht konstant gehalten werden kann.
Features & Konnektivität
In puncto Anschlussvielfalt zeigt sich der LG UltraGear 27GR95QE gut aufgestellt. Der Monitor bietet einen DisplayPort-1.4-Anschluss, zwei HDMI-2.1-Ports sowie einen USB-Type-C-Port, der insbesondere Nutzern moderner Notebooks zugutekommt. Zusätzlich sind USB-A-Buchsen für Perbanderie vorhanden, was die Integration in einen aufgeräumten Schreibtisch-Workflow erleichtert. Ein optischer Audioausgang (S/PDIF) sowie ein klassischer Audioausgang sind ebenfalls an Bord, was den Monitor auch für Nutzer externer Lautsprecher oder Kopfhörerstationen interessant macht.
LG legt dem 27GR95QE eine Fernbedienung bei, mit der sich das On-Screen-Display komfortabel steuern lässt. Das ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil, denn viele Monitore werden nach der Ersteinrichtung nie wieder per Joystick oder Tasten bedient – gerade bei einem Gerät, das zwischen verschiedenen Anwendungsprofilen wechselt (zum Beispiel HDR-Gaming, SDR-Gaming, Filmmodus, Produktivmodus), erleichtert eine Fernbedienung den schnellen Zugriff erheblich. Die OSD-Struktur selbst bietet vielfältige Einstellungsmöglichkeiten für Bildmodi, Reaktionszeit, Schwarzstabilisator, Faden-Crosshair-Overlay und andere Gaming-relevante Funktionen.

Nativ unterstützt der Monitor HDR10, was angesichts der OLED-typischen Kontrastwerte besonders wirkungsvoll zur Geltung kommt. Adaptive Sync (FreeSync Premium) sorgt für eine variable Bildsynchronisation, um Tearing zu eliminieren und die Darstellung auch bei schwankenden Bildraten ruhig zu halten. Zudem ist der Monitor in der Lage, 4K-Inhalte über HDMI 2.1 herunterzuskalieren und auf seinem 1440p-Panel darzustellen – eine Funktion, die laut The Verge besonders dann nützlich ist, wenn man eine Konsole oder einen externen Zuspieler mit 4K-Auflösung anschließt und dennoch die Vorzüge des OLED-Panels genießen möchte.
Beim mitgelieferten Zubehör zeigt sich LG solide, aber ohne Extras: Der Standfuß, das benötigte Netzkabel sowie die üblichen Display- und HDMI-Kabel sind im Lieferumfang enthalten. Eine ausführliche Dokumentation liegt bei, was den Einstieg erleichtert. Software-seitig setzt LG auf die hauseigene UltraGear- bzw. OnScreen-Control-Software, über die sich grundlegende Einstellungen auch per Maus am PC vornehmen lassen – in der Praxis greifen die meisten Nutzer jedoch ohnehin zur beiliegenden Fernbedienung.
Preis & Leistung
Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 999 Euro und einem Straßenpreis, der sich laut unseren Recherchen ebenfalls bei rund 999 Euro bewegt, positioniert sich der LG UltraGear 27GR95QE klar im Premium-Segment. Das ist kein Schnäppchen, aber im Kontext der OLED-Gaming-Monitor-Landschaft ein vergleichsweise moderater Einstiegspreis. Größere OLED-Modelle wie der LG 45GR95QE oder vergleichbare Curved-OLEDs anderer Hersteller liegen preislich deutlich darüber, während klassische 27-Zoll-IPS-Monitore mit 240 Hz inzwischen für einen Bruchteil dieses Preises erhältlich sind – allerdings ohne die OLED-Vorteile in puncto Kontrast, Schwarzwert und Reaktionszeit.
Die Frage, ob sich der Aufpreis gegenüber einem hochwertigen IPS-Panel mit ähnlicher Auflösung und Bildwiederholrate lohnt, hängt stark vom individuellen Anwendungsprofil ab. Wer überwiegend kompetitiv spielt und den Unterschied zwischen OLED und einem modernen IPS-Panel bei schnellen Bewegungen kaum wahrnimmt, spart mit einem klassischen 240-Hz-IPS-Monitor unter Umständen mehrere hundert Euro. Wer hingegen Wert auf cinematische Bildqualität, perfekte Schwarzwerte und ein möglichst plastisches HDR-Erlebnis legt, findet im 27GR95QE einen Monitor, der in seiner Klasse aktuell kaum zu schlagen ist – vorausgesetzt, man kann mit der begrenzten Spitzenhelligkeit leben.
Ein wichtiger Punkt bei der Preis-Leistungs-Bewertung ist zudem die Langlebigkeit. OLED-Panels sind grundsätzlich anfälliger für Einbrenneffekte als IPS- oder VA-Panels, auch wenn moderne OLED-Generationen hier deutlich verbessert wurden. LG hat verschiedene Schutzfunktionen integriert, darunter automatische Helligkeitsanpassungen und Pixel-Refresh-Routinen. Für Nutzer, die überwiegend gemischte Inhalte konsumieren – also nicht durchgehend statische Elemente wie News-Ticker oder HUDs dauerhaft eingeblendet lassen –, ist das Risiko im Alltag überschaubar. Wer jedoch den Monitor 8+ Stunden täglich mit identischen statischen Interfaces nutzt, sollte das Thema Einbrennen im Auge behalten.
Vergleich mit Alternativen
Der wohl prominenteste Vergleichspartner in derselben Klasse ist der Dell Alienware AW2725DF, ein 27-Zoll-QD-OLED-Monitor, der ebenfalls mit 2560 x 1440 Pixeln auflöst und eine hohe Bildwiederholrate bietet. QD-OLED-Panels kombinieren die OLED-Vorteile mit Quantum-Dots und erreichen oft eine höhere Spitzenhelligkeit, insbesondere bei farbigen HDR-Inhalten. Wer also maximale HDR-Helligkeit und einen breiteren Farbraum benötigt, könnte mit einem QD-OLED-Modell glücklicher werden. Allerdings sind solche Geräte häufig teurer und reagieren in puncto Textdarstellung – eine klassische OLED-Schwäche – nicht zwingend besser als klassische WOLED-Panels wie beim LG 27GR95QE.
Eine weitere Alternative ist der ASUS ROG Swift PG27AQDM, ebenfalls ein 27-Zoll-OLED-Gaming-Monitor mit QHD-Auflösung und ähnlichen Eckdaten. ASUS positioniert sich mit aggressiver Gaming-Optik und umfangreicher Software, während LG beim 27GR95QE einen etwas zurückhaltenderen Auftritt wählt. Beide Monitore liefern in Spielen eine hervorragende Bildqualität; Unterschiede zeigen sich vor allem in der Software-Philosophie, der Ergonomie des Standfußes und der Konnektivität. Wer bereits ASUS-Peripherie nutzt und auf ein einheitliches Ökosystem Wert legt, könnte mit dem PG27AQDM besser bedient sein; wer ein cleaneres Design und die LG-Fernbedienung schätzt, bleibt beim 27GR95QE.
Wer preislich deutlich unter dem 27GR95QE liegen möchte, kann auf einen klassischen IPS-Monitor wie den LG 27GP850 oder den ASUS VG27AQ1A zurückgreifen. Diese liefern ebenfalls 1440p und Bildwiederholraten von 165 bis 170 Hz, erreichen aber nicht die OLED-typischen Werte bei Kontrast und Reaktionszeit. In schnellen Spielen sind sie nach wie vor sehr gut, der cinematische Wow-Effekt eines OLED-Panels bleibt jedoch aus. Für preisbewusste Gamer, die den Unterschied nicht zwingend sehen oder kein HDR benötigen, sind diese Alternativen nach wie vor eine sinnvolle Wahl.
Für wen lohnt sich das Produkt?
Der LG UltraGear 27GR95QE ist in erster Linie für Gamer gedacht, die einen kompakten 27-Zoll-Monitor suchen und dabei nicht auf OLED-Qualität verzichten möchten. Er eignet sich hervorragend für Spieler, die eine Mischung aus kompetitiven Titeln und atmosphärischen Singleplayer-Erlebnissen spielen und dabei die Vorteile eines 16:9-Panels mit hoher Pixeldichte und schneller Bildwiederholrate genießen wollen. Auch Content Creator, die einen einzelnen Monitor für Gaming und farbverbindliche Bildbearbeitung nutzen möchten, profitieren von der guten DCI-P3-Abdeckung und der 10-Bit-Farbtiefe.
Weniger geeignet ist der Monitor für Nutzer, die primär in heller Umgebung arbeiten oder den Monitor für Office-Aufgaben mit dauerhaft statischen Elementen wie Office-Anwendungen, Browser-Toolbars oder Programm-Menüs verwenden. Hier könnte das OLED-Panel auf lange Sicht anfälliger für Einbrenneffekte sein als ein klassisches IPS-Panel, auch wenn moderne Schutzmechanismen das Risiko deutlich reduzieren. Auch für Konsolen-Gamer, die 4K-Auflösung bevorzugen, ist der 27GR95QE nur bedingt die erste Wahl – er skaliert 4K zwar herunter, bietet aber nicht die native 4K-Auflösung, die Konsolen wie die PlayStation 5 oder Xbox Series X bevorzugt ausgeben.
Wer bereits einen hochwertigen 144-Hz- oder 165-Hz-Monitor nutzt und mit der Bildqualität zufrieden ist, muss den Umstieg auf OLED nicht zwingend vollziehen – der Sprung ist spürbar, aber kein Quantensprung. Wer hingegen noch mit einem 60-Hz- oder 75-Hz-Display spielt und über das nötige Budget verfügt, wird den Unterschied als revolutionär empfinden. In dieser Hinsicht ist der 27GR95QE ein klassisches Enthusiasten-Produkt: nicht zwingend notwendig, aber ein deutliches Upgrade für alle, die das Maximum aus ihrer Gaming-Hardware herausholen wollen.
Fazit
Der LG UltraGear 27GR95QE ist ein herausragender 27-Zoll-Gaming-Monitor, der die Stärken der OLED-Technologie mit einer für Gamer relevanten Bildwiederholrate von 240 Hz kombiniert. Er liefert eine Bildqualität, die in dieser Klasse kaum zu übertreffen ist – perfekte Schwarzwerte, extrem schnelle Reaktionszeiten und eine breite Farbdarstellung. Die Verarbeitung ist solide, die Ergonomie gut und die Anschlussvielfalt mit HDMI 2.1, DisplayPort 1.4 und USB Type-C zeitgemäß. Wer auf der Suche nach einem kompakten OLED-Gaming-Monitor ist und das nötige Budget mitbringt, bekommt hier ein kaum zu schlagendes Gesamtpaket.

Auf der anderen Seite stehen einige Einschränkungen, die eine uneingeschränkte Empfehlung verhindern. Die gemessene Spitzenhelligkeit von rund 206 Nits ist für HDR-Enthusiasten enttäuschend niedrig, und die Sorge vor Einbrenneffekten ist bei einem OLED-Panel – trotz aller Verbesserungen – nie ganz von der Hand zu weisen. Hinzu kommt ein Preis von 999 Euro, der den Monitor deutlich über klassischen IPS-Konkurrenten positioniert. Diese Punkte sind keine Dealbreaker, aber sie relativieren das Preis-Leistungs-Verhältnis für preisbewusste Käufer.
Unterm Strich erhält der LG UltraGear 27GR95QE eine Wertung von 88 von 100 möglichen Punkten. Er ist ein Premium-Produkt für anspruchsvolle Gamer und Content Creator, das in den entscheidenden Disziplinen – Bildqualität, Reaktionszeit und HDR-Kontrast – glänzt. Wer bereit ist, die spezifischen OLED-Eigenheiten zu akzeptieren und das Budget hat, wird mit dem 27GR95QE einen der besten 27-Zoll-Gaming-Monitore auf dem Markt besitzen.
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Häufige Fragen
Wie gut ist LG UltraGear 27GR95QE Test: OLED-Gaming auf 27 Zoll?
LG UltraGear 27GR95QE Test: OLED-Gaming auf 27 Zoll wurde von Nerdiction mit 88 von 100 Punkten bewertet und ist damit hervorragend.
Was sind die Vorteile von LG UltraGear 27GR95QE Test: OLED-Gaming auf 27 Zoll?
Die Vorteile von LG UltraGear 27GR95QE Test: OLED-Gaming auf 27 Zoll: Hervorragende OLED-Bildqualität mit perfekten Schwarzwerten und einem Kontrastverhältnis von 1.500.000:1, Extrem schnelle Reaktionszeit von 0,03 ms (GtG) in Kombination mit 240 Hz für saubere Bewegtbilddarstellung, Moderne Anschlussvielfalt mit HDMI 2.1, DisplayPort 1.4 und USB Type-C für flexible Setups, 10-Bit-Farbtiefe und 98,5 % DCI-P3-Abdeckung machen den Monitor auch für Content Creation interessant, Adaptive-Sync-Unterstützung und Downscaling von 4K-Inhalten erhöhen die Vielseitigkeit im Alltag.
Was sind die Nachteile von LG UltraGear 27GR95QE Test: OLED-Gaming auf 27 Zoll?
Die Nachteile von LG UltraGear 27GR95QE Test: OLED-Gaming auf 27 Zoll: Mit rund 206 Nits gemessener Spitzenhelligkeit deutlich unter Mini-LED- und QD-OLED-Konkurrenz, was HDR-Highlights limitiert, UVP von 999 Euro ist im Vergleich zu hochwertigen 240-Hz-IPS-Monitoren ein deutlicher Aufpreis, OLED-typisches Risiko von Einbrenneffekten bei langen statischen Inhalten bleibt bestehen, Keine nennenswerte RGB-Beleuchtung oder aggressive Gaming-Optik für Nutzer, die auffällige Designs bevorzugen, Adaptive Sync ist primär als FreeSync Premium ausgewiesen – G-Sync-Kompatibilität ist nicht explizit zertifiziert.
Lohnt sich LG UltraGear 27GR95QE Test: OLED-Gaming auf 27 Zoll?
Ja. LG UltraGear 27GR95QE Test: OLED-Gaming auf 27 Zoll erhält 88 von 100 Punkten und ist hervorragend.