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Untrusted: Hackers at Large - Test
Inhaltsverzeichnis
- Einführung
- Gameplay und Mechaniken
- Crew-Management und Charakterentwicklung
- Hacking-System und Realismus
- Narrative Struktur und Entscheidungen
- Grafik und Atmosphäre
- Wiederspielwert und Langzeitmotivation
- Fazit
Einführung
Die Cyberpunk-Gaming-Landschaft hat mit "Untrusted: Hackers at Large" einen bemerkenswerten Zuwachs erhalten. Nach dem Erfolg des ursprünglichen Untrusted-Universums erweitert dieses Single-Player-Abenteuer die Grenzen dessen, was ein Hacking-Spiel sein kann. Entwickelt als strategisches RPG mit starkem Fokus auf authentische Cybersecurity-Elemente, verspricht das Spiel eine Erfahrung, die sowohl Tech-Enthusiasten als auch Strategie-Fans ansprechen soll.

Gameplay und Mechaniken
Das Herzstück von "Untrusted: Hackers at Large" liegt in seiner vielschichtigen Herangehensweise an das Hacking-Genre. Anders als oberflächliche "Puzzle-Löser" verlangt das Spiel echtes strategisches Denken. Jeder Einbruch in ein System erfordert sorgfältige Planung: Welche Tools benötige ich? Wie hoch ist das Entdeckungsrisiko? Welche Ausstiegsstrategie habe ich?
Die Missionsstruktur folgt einem nicht-linearen Ansatz, der verschiedene Lösungswege für jedes Ziel bietet. Man kann sich für den direkten, aber riskanten Weg entscheiden oder subtile, zeitaufwändige Methoden wählen. Diese Flexibilität macht jede Mission zu einem einzigartigen Puzzle.

Crew-Management und Charakterentwicklung
Ein besonderes Highlight des Spiels ist das Crew-Management-System. Jeder Hacker in deinem Team bringt spezielle Fähigkeiten mit: Der Social Engineer kann Informationen durch menschliche Kontakte beschaffen, während der Code-Spezialist komplexe Verschlüsselungen knackt. Die Charakterentwicklung geht über einfache Skill-Points hinaus - jede Entscheidung formt die Persönlichkeit und Loyalität deiner Teammitglieder.
Besonders faszinierend ist das Risiko-Belohnungs-System bei der Personalführung. Aggressive Taktiken können kurzfristig erfolgreich sein, aber langfristig das Vertrauen des Teams untergraben. Diese psychologische Komponente verleiht dem Spiel eine unerwartete emotionale Tiefe.

Hacking-System und Realismus
Der technische Aspekt des Spiels verdient besondere Anerkennung. Die Entwickler haben offensichtlich umfangreiche Recherchen betrieben, um authentische Hacking-Methoden darzustellen. Von SQL-Injection bis hin zu Social Engineering - die im Spiel verwendeten Techniken basieren auf realen Cybersecurity-Konzepten.
Dabei bleibt das Spiel zugänglich für Nicht-Techniker, ohne die Komplexität zu verwässern. Ein intelligentes Tutorial-System führt schrittweise in die verschiedenen Hacking-Methoden ein, während erfahrene Spieler direkt in die tieferen Mechaniken eintauchen können.

Narrative Struktur und Entscheidungen
Die Story von "Untrusted: Hackers at Large" entfaltet sich durch die Aktionen der Spieler. Jede Mission beeinflusst nicht nur die unmittelbare Handlung, sondern auch das größere Narrativ. Die moralischen Grauzonen sind besonders gut ausgearbeitet: Ist es gerechtfertigt, einen korrupten Politiker zu erpressen, wenn dadurch Unschuldige leiden könnten?
Die Entscheidungssysteme vermeiden simple Gut-Böse-Dichotomien zugunsten nuancierter Konsequenzen. Entscheidungen wirken sich oft erst viele Stunden später aus, was zu überraschenden Wendungen führt.

Grafik und Atmosphäre
Visuell setzt das Spiel auf einen stilisierten Neo-Noir-Look, der perfekt zur düsteren Cyberpunk-Atmosphäre passt. Die Benutzeroberflächen sind funktional und ästhetisch ansprechend gestaltet, ohne überladen zu wirken. Besonders gelungen sind die Hacking-Sequenzen, die visuell an echte Terminal-Umgebungen erinnern.
Die Soundkulisse unterstützt die Spannung effektiv. Subtile elektronische Klänge verstärken die Anspannung während kritischer Hacking-Momente, ohne aufdringlich zu werden.
Wiederspielwert und Langzeitmotivation
Dank der multiplen Lösungswege und Entscheidungsmöglichkeiten bietet "Untrusted: Hackers at Large" erheblichen Wiederspielwert. Verschiedene Crew-Zusammenstellungen führen zu unterschiedlichen Gameplay-Erfahrungen. Die prozedural generierten Nebenmissionen sorgen zusätzlich für Abwechslung.
Die Herausforderungskurve ist gut ausbalanciert, wobei fortgeschrittene Spieler komplexere Ziele mit höheren Belohnungen anstreben können.
Fazit
"Untrusted: Hackers at Large" setzt neue Maßstäbe für Hacking-Spiele. Es kombiniert authentische technische Elemente mit strategischer Tiefe und narrativer Komplexität. Während kleinere Balance-Probleme und gelegentliche Wiederholungen den Gesamteindruck leicht trüben, überwiegen die Stärken deutlich. Dies ist ein Spiel für Denker, Strategen und alle, die schon immer wissen wollten, wie es sich anfühlt, ein digitaler Phantom zu sein.
Systemanforderungen
Minimum
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