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Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Gameplay-Mechaniken
- Atmosphäre und Setting
- Grafik und Sound-Design
- Spielbalance und Schwierigkeitsgrad
- Technische Performance
- Fazit
Einleitung
Was passiert, wenn man die alltägliche Monotonie eines 24-Stunden-Convenience-Stores mit den Schrecken des Horror-Genres vermischt? Das finnische Indie-Studio hat mit Hellmart eine faszinierende Antwort auf diese Frage gefunden. Als Verkäufer in einem abgelegenen Laden im hohen Norden Skandinaviens erleben wir einen einzigartigen Genre-Mix, der Simulation und Survival-Horror auf überraschend gelungene Weise verbindet.

Der Grundgedanke ist so simpel wie genial: Tagsüber verkaufen wir Snacks, Zigaretten und warme Getränke an ganz normale Kunden, verwalten unser Inventar und versuchen, die Verkaufsziele zu erreichen. Doch sobald die Dunkelheit hereinbricht, verwandelt sich unser vertrauter Arbeitsplatz in einen Schauplatz des Grauens.
Gameplay-Mechaniken
Tag-Nacht-Zyklus als Kern-Element
Der Day-Night-Cycle ist das Herzstück von Hellmart und funktioniert überraschend gut. Während der Tagschichten konzentrieren wir uns auf klassische Simulator-Elemente: Kunden bedienen, Kassensystem verwalten, Regale auffüllen und den Laden sauber halten. Das Spiel nimmt diese Aspekte ernst – wer denkt, dass die Tagesschichten nur langweiliges Füllwerk sind, wird schnell eines Besseren belehrt.

Die Verkaufsmechaniken sind durchdacht und realistisch implementiert. Verschiedene Kundentypen haben unterschiedliche Bedürfnisse und Geduldslevels. Ein gestresster Pendler möchte schnell bedient werden, während ältere Kunden gerne ein wenig plaudern. Diese Interaktionen sind nicht nur Dekoration, sondern beeinflussen direkt unsere Verkaufsergebnisse und damit unser Überleben.
Horror-Elemente in der Nacht
Sobald die Sonne untergeht, ändert sich alles. Die gemütliche Arbeitsatmosphäre weicht einer beklemmenden Spannung. Nicht jeder nächtliche "Kunde" ist menschlich, und nicht alle haben vor, etwas zu kaufen. Das Spiel nutzt verschiedene Horror-Mechaniken:
- Verstecken: Hinter der Theke, in Lagerräumen oder der Toilette
- Flucht: Durch Hintertüren oder Notausgänge
- Verteidigung: Mit improvisierten Waffen aus dem Sortiment

Atmosphäre und Setting
Authentische nordische Atmosphäre
Das Setting im hohen Norden ist perfekt gewählt. Die endlose Dunkelheit der Polarnacht, das konstante Pfeifen des Windes um das Gebäude und die Isolation schaffen eine Grundspannung, die das Spiel durchzieht. Der Convenience-Store selbst ist detailverliebt gestaltet – von den surrenden Leuchtstoffröhren bis hin zu den authentisch wirkenden Produktregalen.
Besonders beeindruckend ist, wie das Spiel die Dichotomie zwischen Normalität und Horror etabliert. Der gleiche Ort, der tagsüber Sicherheit und Routine vermittelt, wird nachts zu einer Falle. Diese Transformation geschieht nicht durch übernatürliche Effekte, sondern durch subtile Veränderungen in Beleuchtung, Sounddesign und Atmosphäre.

Grafik und Sound-Design
Visuelle Umsetzung
Graphisch setzt Hellmart auf einen realistischen Stil mit leicht stilisierten Elementen. Die Texturen sind detailliert genug, um Immersion zu schaffen, ohne die Performance zu sehr zu belasten. Besonders gelungen ist die Lichtführung – das flackernde Neonlicht, die Schatten zwischen den Regalen und die Reflexionen auf nassen Fensterscheiben schaffen eine dichte Atmosphäre.
Die Charaktermodelle der "besonderen" Nachtkundschaft sind kreativ und unheimlich, ohne ins Lächerliche abzurutschen. Das Design folgt einer "weniger ist mehr"-Philosophie – oft ist es das, was wir nicht sehen, was am meisten erschreckt.

Audio-Design als Stimmungsträger
Das Sound-Design verdient besondere Erwähnung. Jedes Geräusch – vom Surren der Kühlschränke über das Rascheln von Verpackungen bis hin zu den kaum hörbaren Schritten im hinteren Teil des Ladens – ist sorgfältig komponiert. Das Spiel nutzt 3D-Audio effektiv, um Spannung aufzubauen. Man lernt schnell, auf jeden ungewöhnlichen Ton zu achten.
Spielbalance und Schwierigkeitsgrad
Herausforderung ohne Frustration
Hellmart schafft es, eine faire Herausforderung zu bieten, ohne frustrierend zu werden. Die Tagschichten sind stressig genug, um engaging zu bleiben, aber nicht so überwältigend, dass man die kommende Nachtschicht fürchtet. Die Horror-Sequenzen sind intensiv, aber durch cleveres Leveldesign und faire Mechaniken lösbar.
Das Spiel bietet verschiedene Schwierigkeitsoptionen, die sowohl Simulation- als auch Horror-Aspekte anpassen. Casual-Spieler können sich auf die Atmosphäre konzentrieren, während Hardcore-Fans sowohl wirtschaftlich als auch survival-technisch gefordert werden.
Technische Performance
Optimierung und Stabilität
Technisch läuft Hellmart auf den meisten Systemen stabil. Die Ladezeiten sind kurz, und auch auf älteren Systemen bleibt die Framerate konstant. Kleinere Bugs und Clipping-Issues trüben das Erlebnis gelegentlich, aber nichts Spielbrechendes.
Die Steuerung ist intuitiv und responsiv – wichtig für die Horror-Sequenzen, in denen schnelle Reaktionen überlebenswichtig sind.
Fazit
Hellmart ist ein überraschend gelungener Genre-Mix, der beweist, dass Innovation im Indie-Bereich noch möglich ist. Die Kombination aus Supermarkt-Simulation und Horror funktioniert besser, als man erwarten würde. Das Spiel schafft es, beide Aspekte ernst zu nehmen und zu einem stimmigen Ganzen zu vereinen.
Der Tag-Nacht-Zyklus sorgt für natürliche Spannungsbögen, und die nordische Atmosphäre ist perfekt eingefangen. Wer sowohl Simulationen als auch Horror-Spiele schätzt, findet hier ein einzigartiges Erlebnis, das lange in Erinnerung bleibt.
Systemanforderungen
Minimum
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Community Feedback
6 Kommentare78 Punkte sind absolut gerechtfertigt! Das Sound-Design ist wirklich der Hammer - die atmosphärischen Geräusche im Supermarkt haben mich mehrmals zusammenzucken lassen. Die Mischung aus normalem Kundenservice und plötzlichen Horror-Momenten funktioniert überraschend gut. Stimme aber zu, dass die Kampagne für 40€ etwas kurz geraten ist.
Kann die Review nur bestätigen. Nach 20 Stunden wird es leider ziemlich repetitiv - immer die gleichen Kundentypen, ähnliche Situationen. Die nordische Atmosphäre trägt zwar lange, aber mehr Abwechslung hätte dem Spiel gut getan. Trotzdem ein solides Indie-Game mit interessantem Konzept.
Endlich mal ein Horror-Spiel ohne billige Jumpscares! Die Tag-Nacht-Mechanik baut wirklich Spannung auf. Allerdings hatte ich auch einige Bugs - bei mir ist zweimal der Fortschritt nicht gespeichert worden. Hoffentlich wird das noch gepatcht.
78/100 finde ich fast zu niedrig. Das Genre-Mix-Konzept ist genial umgesetzt! Klar, die KI der normalen Kunden könnte besser sein, aber dafür ist die Atmosphäre perfekt eingefangen. Simulation meets Horror - davon brauchen wir mehr!
Muss sagen, dass mich das Spiel nicht so überzeugt hat. Die erwähnten repetitiven Elemente sind schon nach 10 Stunden spürbar. Für den Preis hätte ich mir mehr Content gewünscht. Die Bewertung ist fair, aber es ist halt nicht für jeden was.
Wie funktioniert denn die Tag-Nacht-Mechanik genau? Ändert sich das Gameplay komplett oder nur die Atmosphäre? Die Review macht auf jeden Fall Lust aufs Spielen, aber bei begrenzter Customization bin ich etwas skeptisch. Kann jemand mehr Details dazu geben?