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Forks & Daggers: Mittelalterliche Verrat und Chaos im Test

1. Einleitung 2. Gameplay und Mechaniken 3. Atmosphäre und Setting 4. Multiplayer-Erlebnis 5. Technische Umsetzung 6. Langzeitmotivation 7. Fazit Einleitung ![[IMAGE_1]] Mittelalterliche Banquette wa...

game4 Min. Lesezeit
Info-Panel
Entwickler:Brightvoid Interactive
Publisher:Brightvoid Interactive
Release:21. Januar 2026
Platforms:
PC (Microsoft Windows)

Erhältlich bei

Tech-Check
Perspective:First person
Modi:Multiplayer, Co-operative
Engine:N/A
Rating-Vergleich
NerdictionExperten-Test
CommunityIGDB Spieler
KritikerDurchschnitt

Forks & Daggers Review

Inhaltsverzeichnis

  1. Einleitung
  2. Gameplay und Mechaniken
  3. Atmosphäre und Setting
  4. Multiplayer-Erlebnis
  5. Technische Umsetzung
  6. Langzeitmotivation
  7. Fazit

Einleitung

Screenshot 1

Mittelalterliche Banquette waren schon immer ein gefährliches Pflaster – das wussten bereits die Borgia und andere berüchtigte Adelshäuser. Forks & Daggers nimmt diese historische Paranoia und verwandelt sie in ein chaotisches Social-Deduction-Spiel, das bis zu 10 Spieler in ein Manor voller Intrigen, Verrat und fliegender Küchenutensilien wirft.

Der Entwickler hat sich dabei nicht für subtile Manipulation entschieden, sondern setzt voll auf physisches Chaos: Hier wird nicht nur gelogen und getäuscht, sondern auch mit allem geworfen, was nicht niet- und nagelfest ist. Das Ergebnis ist ein einzigartiger Hybrid aus Social Deduction und Party-Brawler, der bereits vor seinem Release am 21. Januar 2026 für Aufsehen sorgt.

Gameplay und Mechaniken

Screenshot 2

Das Herzstück von Forks & Daggers liegt in seinem dualen Gameplay-Ansatz. Während klassische Social-Deduction-Spiele wie Among Us oder Werewolf primär auf Diskussion und Abstimmung setzen, fügt Forks & Daggers eine physische Komponente hinzu, die das Genre revolutioniert.

Spieler schlüpfen in die Rollen von Gästen bei einem mittelalterlichen Bankett, wobei ein oder mehrere Verräter unter ihnen weilen. Das Besondere: Das gesamte Manor wird zur Waffe. Gabeln, Messer, Kerzenleuchter und sogar Möbelstücke können aufgehoben und geworfen werden. Diese Mechanik verwandelt jede Runde in ein chaotisches Spektakel, bei dem Spieler sowohl ihre sozialen als auch ihre reflexartigen Fähigkeiten unter Beweis stellen müssen.

Die Transformations-Mechanik ist dabei besonders clever gelöst: Verräter können sich in Dolche verwandeln, um unentdeckt durch das Manor zu schleichen und ihre Ziele zu eliminieren. Diese Formwandlung fügt eine zusätzliche Paranoia-Ebene hinzu – jeder herumliegende Gegenstand könnte potentiell ein getarnter Verräter sein.

Atmosphäre und Setting

Screenshot 3

Das mittelalterliche Setting wird mit viel Liebe zum Detail umgesetzt. Das Manor erstrahlt in einem authentischen, aber nicht zu düsteren mittelalterlichen Ambiente. Die Entwickler haben geschickt einen Mittelweg zwischen historischer Akkuratesse und spielerischer Zugänglichkeit gefunden.

Die Soundkulisse verdient besondere Erwähnung: Das Klirren von Metall, das Knarzen alter Holzdielen und die gedämpften Rufe der Spieler erzeugen eine Atmosphäre, die sowohl spannungsgeladen als auch humorvoll ist. Die mittelalterliche Instrumentierung im Hintergrund verstärkt die Immersion, ohne aufdringlich zu werden.

Visuell setzt das Spiel auf einen stylisierten, aber detailreichen Ansatz. Die Charaktermodelle sind ausdrucksstark genug, um Emotionen zu vermitteln, aber nicht so realistisch, dass die Gewalt verstörend wirkt. Diese Balance ist entscheidend für den Party-Game-Charakter.

Multiplayer-Erlebnis

Screenshot 4

Mit Unterstützung für 3-10 Spieler bietet Forks & Daggers eine beeindruckende Skalierbarkeit. Kleinere Gruppen führen zu intensiveren, fokussierten Erlebnissen, während größere Runden in herrliches Chaos ausarten. Jede Gruppengröße bietet dabei ihre eigenen strategischen Herausforderungen.

Die Kommunikationsmechaniken sind durchdacht: Spieler können sowohl über Voice-Chat als auch über Emotes und Gesten kommunizieren. Besonders clever ist die Implementierung von "Flüstermodus" – Spieler in unmittelbarer Nähe können private Gespräche führen, was zusätzliche Verschwörungsebenen ermöglicht.

Das Spiel glänzt besonders in lokalen Multiplayer-Sessions. Die geteilte physische Präsenz verstärkt die sozialen Dynamiken erheblich und führt zu unvergesslichen Momenten des Triumphs und Verrats.

Technische Umsetzung

Screenshot 5

Technisch präsentiert sich Forks & Daggers als solides, aber nicht revolutionäres Werk. Die Engine bewältigt das Chaos von bis zu 10 Spielern und unzähligen physischen Objekten ohne größere Probleme. Kleinere Frame-Drops sind in besonders chaotischen Momenten spürbar, beeinträchtigen das Spielerlebnis aber nicht wesentlich.

Die Netzwerk-Implementierung verdient Lob: Auch bei schlechteren Verbindungen bleibt das Spiel spielbar, wobei intelligente Lag-Kompensation dafür sorgt, dass Würfe und Bewegungen fair registriert werden.

Die Benutzeroberfläche ist intuitiv und auch für Gelegenheitsspieler schnell erlernbar. Tutorials sind knapp gehalten und bringen Neulinge schnell ins Spiel, ohne zu überfordern.

Langzeitmotivation

Als Party-Game steht und fällt Forks & Daggers mit seiner Langzeitmotivation. Die Entwickler haben hier ein kluges Progression-System implementiert: Spieler können verschiedene Charakterskins, Manor-Varianten und sogar neue Wurfgegenstände freischalten.

Besonders gelungen sind die wöchentlichen Events und saisonalen Modi. Diese bringen regelmäßig neue Mechaniken und Zielsetzungen ins Spiel und verhindern, dass Routine aufkommt.

Die Community-Features sind stark ausgeprägt: Ein robustes Freundessystem, Clans und sogar einfache Turnier-Modi sorgen dafür, dass Spieler immer wieder zurückkehren.

Fazit

Forks & Daggers gelingt ein bemerkenswerter Spagat: Es nimmt die bewährte Social-Deduction-Formel und reichert sie mit physischem Chaos an, ohne dabei den Kern des Genres zu verwässern. Das Ergebnis ist ein einzigartiges Party-Game-Erlebnis, das sowohl Gelegenheitsspieler als auch Genre-Veteranen begeistert.

Die mittelalterliche Thematik wird liebevoll umgesetzt, ohne kitschig zu werden, und die Balance zwischen Strategie und Chaos ist nahezu perfekt austariert. Kleinere technische Schwächen und ein gewisser Lernaufwand für Neulinge trüben den positiven Gesamteindruck kaum.

Für Freunde von Social-Deduction-Spielen und alle, die nach einem frischen Party-Game suchen, ist Forks & Daggers eine klare Empfehlung. Es definiert das Genre zwar nicht neu, erweitert es aber um eine willkommene physische Komponente, die für unzählige memorabile Momente sorgen wird.

Community Feedback

13 Kommentare
M
Michael Lehmann2/12/2026

Interessant, dass die Balance der Verräter-Fähigkeiten noch nicht stimmt. Welche Fähigkeiten sind denn besonders stark/schwach? Überlege mir das Spiel zu holen, bin aber bei asymmetrischen Spielen immer vorsichtig.

M
Maximilian Schmidt2/12/2026

82 Punkte sind definitiv gerechtfertigt! Hab gestern Abend mit 8 Freunden gespielt und wir waren bis 3 Uhr morgens dabei. Die Transformations-Mechanik ist wirklich genial - niemand weiß, wem man trauen kann. Die Performance-Probleme bei viel Chaos sind mir auch aufgefallen, aber ehrlich gesagt war das Spiel so spannend, dass es kaum gestört hat.

C
Christina Braun2/12/2026

Kann die Kritik zum Voice-Chat nur bestätigen. Bei unserer 10er-Gruppe war es teilweise schwer zu verstehen, wer gerade spricht. Das mittelalterliche Setting ist aber wirklich atmosphärisch gelungen - die Entwickler haben sich richtig Mühe gegeben. Für Social-Deduction-Neulinge würde ich empfehlen, erstmal mit kleineren Gruppen anzufangen.

D
Daniel Werner2/17/2026

Kann die 82 Punkte absolut nachvollziehen! Die Transformations-Mechanik ist wirklich innovativ - endlich mal was Neues im Social Deduction Genre. Haben gestern zu acht gespielt und die Paranoia war perfekt dosiert. Nur die Performance-Einbrüche bei vollem Chaos nerven etwas, aber das sollte patchbar sein.

P
Petra Huber2/17/2026

Finde die Bewertung etwas zu positiv. Ja, das Setting ist schön, aber die Balance-Probleme bei den Verräter-Fähigkeiten machen das Spiel oft unfair. Manche Rollen sind einfach zu stark. Würde eher 75 Punkte geben, bis das gefixt ist.

M
Michael Werner2/17/2026

Die steile Lernkurve kann ich bestätigen - meine Freunde waren nach der ersten Runde ziemlich überfordert. Aber wenn man erstmal drin ist, macht es echt Spaß! Das mittelalterliche Setting ist wirklich atmosphärisch gelungen.

B
Ben Neumann2/17/2026

Stimme bei den Voice-Chat-Problemen zu. Bei 10 Leuten wird es wirklich chaotisch und die Qualität leidet. Hoffentlich bessern die Entwickler das bald nach, denn das Spiel hat definitiv Potenzial für größere Gruppen.

A
Alexander Neumann2/17/2026

Solid bewertete Review! Die Community-Features sind wirklich stark und die regelmäßigen Updates zeigen, dass die Devs am Ball bleiben. Für ein Launch-Titel ist das schon sehr ordentlich. Bin gespannt auf mehr Manor-Varianten.

J
Jennifer Schmitt2/17/2026

Nur begrenzte Manor-Varianten zum Launch? Das ist schon etwas enttäuschend für den Preis. Hoffe, dass da schnell Nachschub kommt, sonst wird es schnell repetitiv. Ansonsten aber gute Analyse der Stärken und Schwächen.

J
Jonas Neumann2/17/2026

82 Punkte sind fair. Das physische Chaos kombiniert mit Social Deduction funktioniert überraschend gut. Hatte Bedenken, dass es zu hektisch wird, aber die Balance stimmt meistens. Performance könnte besser sein, aber spielbar ist es definitiv.

C
Claudia Schmitt2/17/2026

Kann man das Spiel auch gut zu dritt spielen oder braucht man wirklich mehr Leute? Die Review erwähnt 3-10 Spieler, aber Social Deduction funktioniert doch erst ab einer gewissen Gruppengröße richtig, oder?

S
Sabine Koch2/17/2026

Die Transformations-Mechanik klingt interessant, aber wie funktioniert das genau? Können sich Spieler mitten im Spiel in andere Charaktere verwandeln? Das würde die Paranoia definitiv erhöhen. Mehr Details wären hilfreich gewesen.

L
Lukas Schmitt2/17/2026

Gute Review, deckt sich mit meinen Erfahrungen. Das mittelalterliche Setting ist wirklich liebevoll gemacht und die Skalierung funktioniert tatsächlich gut. Performance-Issues sind nervig, aber nicht spielbrechend. Freue mich auf die kommenden Updates.