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4 Min. Lesezeit

The Legend of Zelda: Breath of the Wild - Eine Revolution für die Gaming-Welt

The Legend of Zelda: Breath of the Wild - Eine Revolution für die Gaming-Welt
Info-Panel
Entwickler:Nintendo EPD Production Group No. 3
Publisher:Nintendo
Release:3. März 2017
Platforms:
Wii UNintendo Switch
Tech-Check
Perspective:Third person
Modi:Single player
Engine:N/A
Rating-Vergleich
NerdictionExperten-Test
CommunityIGDB Spieler
KritikerDurchschnitt

The Legend of Zelda: Breath of the Wild - Review

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Screenshot 1

Nach jahrelangem Warten hat Nintendo mit The Legend of Zelda: Breath of the Wild nicht nur die Erwartungen der Fans erfüllt, sondern das gesamte Open-World-Genre revolutioniert. Als Launch-Titel für die Nintendo Switch und gleichzeitig der Schwanengesang der Wii U, setzt dieses Meisterwerk neue Maßstäbe für das, was ein modernes Action-Adventure leisten kann.

Breath of the Wild bricht radikal mit den Konventionen der Zelda-Serie und wagt den Sprung in eine vollständig offene Welt, in der Exploration und Experimentierfreude über lineares Questdesign triumphieren. Das Ergebnis ist ein Spielerlebnis, das sowohl Veteranen als auch Neulinge gleichermaßen fesselt.

Gameplay und Mechaniken

Screenshot 2

Das Herzstück von Breath of the Wild liegt in seiner beispiellosen Freiheit. Von Beginn an kann Link theoretisch jeden Punkt der gigantischen Spielwelt erreichen – lediglich seine Fähigkeiten und die Umwelt setzen ihm Grenzen. Das revolutionäre Klettersystem verwandelt jede Oberfläche in einen potentiellen Pfad, während das Gleitsystem mit dem Parasegel vertikale Erkundung zu einem wahren Vergnügen macht.

Die Physik-Engine ist dabei der heimliche Star des Spiels. Feuer breitet sich realistisch aus, Metall leitet Elektrizität, und Explosionen haben nachvollziehbare Auswirkungen auf die Umgebung. Diese Systeme funktionieren nicht nur technisch einwandfrei, sondern eröffnen kreative Lösungsansätze für Rätsel und Kämpfe.

Besonders bemerkenswert ist das Waffensystem: Waffen und Schilde nutzen sich ab und zerbrechen. Was zunächst frustrierend wirken mag, entpuppt sich als geniales Designelement, das Spieler dazu ermutigt, ständig zu experimentieren und neue Kampfstile auszuprobieren.

Open World Design

Screenshot 3

Hyrule ist nicht nur groß – es ist intelligent designed. Jeder Hügel, jede Ruine und jeder Baum scheint bewusst platziert, um Neugier zu wecken. Das Spiel meistert die Kunst der "guided discovery" perfekt: Spieler fühlen sich stets selbstbestimmt, obwohl das Leveldesign sie subtil zu interessanten Orten führt.

Die 120 Schreine ersetzen traditionelle Dungeons durch kompakte, thematisch fokussierte Rätselkammern. Während manche Fans die klassischen, ausufernden Dungeons vermissen mögen, bieten die Schreine eine beeindruckende Vielfalt an Herausforderungen und sind perfekt in die offene Struktur integriert.

Die vier großen Bestien fungieren als moderne Interpretation klassischer Zelda-Dungeons, auch wenn sie in Umfang und Komplexität hinter ihren Vorgängern zurückbleiben. Dennoch überzeugen sie durch einzigartige Mechaniken und beeindruckende Präsentation.

Grafik und Sound

Screenshot 4

Visuell setzt Breath of the Wild auf einen zeitlosen, künstlerischen Stil statt auf photorealistische Grafiken. Die Cel-Shading-Ästhetik verleiht der Welt eine märchenhafte Qualität, die perfekt zur Zelda-Mythologie passt. Besonders die Lichteffekte und Wetterdarstellung sind technisch wie künstlerisch beeindruckend.

Der Sound Design verdient besondere Erwähnung: Statt einer kontinuierlichen Hintergrundmusik setzt Nintendo auf subtile, situative Klanglandschaften. Das Zirpen von Grillen, das Rauschen des Windes oder das Knistern eines Lagerfeuers schaffen eine unvergleichliche Atmosphäre der Ruhe und Kontemplation.

Wenn Musik erklingt – etwa beim Erklimmen eines hohen Berges oder in emotionalen Story-Momenten – entfaltet sie umso größere Wirkung. Der Soundtrack kombiniert klassische Zelda-Melodien mit neuen, atmosphärischen Kompositionen.

Story und Charaktere

Screenshot 5

Erzählerisch wählt Breath of the Wild einen minimalistischen Ansatz. Die Hauptstory um Link, Zelda und Calamity Ganon wird größtenteils durch Erinnerungen und Umwelterzählung vermittelt. Diese Methode mag spartanisch erscheinen, erlaubt jedoch eine sehr persönliche Interpretation der Ereignisse.

Zelda selbst erhält mehr Charaktertiefe als in den meisten Serienteilen. Durch gefundene Erinnerungen erleben wir eine verletzliche, menschliche Prinzessin, die mit Selbstzweifeln und dem Druck der Erwartungen kämpft. Die deutsche Sprachausgabe ist dabei durchweg überzeugend und verleiht den Charakteren Persönlichkeit.

Die Nebencharaktere der verschiedenen Völker – Goronen, Zoras, Gerudos und Orni – sind liebevoll gestaltet und bieten interessante Einblicke in ihre jeweiligen Kulturen.

Technische Umsetzung

Auf der Nintendo Switch läuft Breath of the Wild beeindruckend stabil, auch wenn es gelegentlich zu Frame-Rate-Einbrüchen in besonders dichten Gebieten kommt. Die Ladezeiten sind akzeptabel, und der nahtlose Wechsel zwischen TV- und Handheld-Modus funktioniert einwandfrei.

Besonders im mobilen Modus entfaltet das Spiel seinen Charme: Die Möglichkeit, Hyrule überallhin mitzunehmen, verstärkt das Gefühl der Freiheit zusätzlich. Die Akkulaufzeit der Switch wird dabei allerdings stark beansprucht.

Fazit

The Legend of Zelda: Breath of the Wild ist mehr als nur ein hervorragendes Videospiel – es ist ein Paradigmenwechsel für die gesamte Branche. Nintendo beweist, dass Open-World-Design nicht bedeuten muss, Spieler mit sinnlosen Aufgaben zu überschütten. Stattdessen erschafft das Entwicklerteam eine Welt, die zu echter Exploration einlädt und jede Entdeckung belohnt.

Die wenigen Schwächen – gelegentliche technische Ruckler, die Kontroverse um das Waffensystem oder der reduzierte Umfang traditioneller Dungeons – verblassen angesichts der revolutionären Gesamtleistung. Breath of the Wild setzt neue Standards für Spielerfreiheit, Weltdesign und die Integration von Gameplay-Systemen.

Für Zelda-Fans ist dieses Spiel ein Muss, für Open-World-Enthusiasten eine Offenbarung und für alle anderen ein perfekter Einstieg in die Switch-Bibliothek. Ein zeitloses Meisterwerk, das die Gaming-Landschaft nachhaltig geprägt hat.

Systemanforderungen

Minimum

OSNintendo Switch System Software
CPUNVIDIA Custom Tegra processor
RAM4 GB LPDDR4
GPUNVIDIA second-generation Maxwell architecture
Storage13.4 GB

Empfohlen

OSNintendo Switch System Software (Latest)
CPUNVIDIA Custom Tegra processor
RAM4 GB LPDDR4
GPUNVIDIA second-generation Maxwell architecture
Storage32 GB (for DLC content)

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