
Doom (2016) - Game Review
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Kampfsystem und Gameplay
- Level-Design und Atmosphäre
- Multiplayer und SnapMap
- Grafik und Audio
- Fazit
Einleitung
Nach über einem Jahrzehnt der Stille kehrt die legendäre Doom-Serie 2016 mit einem donnernden Paukenschlag zurück. id Software, die Pioniere des First-Person-Shooter-Genres, haben es geschafft, die DNA des Originals zu bewahren und gleichzeitig ein modernes Meisterwerk zu erschaffen, das sowohl Nostalgiker als auch neue Spieler begeistert.

Doom (2016) ist mehr als nur ein Reboot – es ist eine Liebeserklärung an das, was Shooter einst großartig machte: pure, ungefilterte Action ohne Deckungssystem, regenerierende Lebensenergie oder überladene Narrativstrukturen. Stattdessen präsentiert uns id Software 13 Stunden brutaler, adrenalingeladener Dämonenjagd auf dem Mars und in der Hölle.
Kampfsystem und Gameplay
Glory Kills - Brutalität mit System
Das Herzstück von Doom 2016 ist das revolutionäre Glory Kill-System. Angeschlagene Dämonen leuchten orange auf und können mit spektakulären Finishing-Moves erledigt werden, die nicht nur visuell beeindruckend sind, sondern auch strategischen Wert besitzen.

Diese Mechanik verwandelt defensive Spielweise in offensive Aggression – wer Lebensenergie benötigt, muss sich in den Kampf stürzen, nicht davor zurückweichen. Es ist ein geniales Design, das perfekt zur Doom-Philosophie passt.
Waffenvielfalt und Upgrades
Von der ikonischen Super Shotgun bis zur verheerenden BFG 9000 bietet Doom ein Arsenal, das Shooter-Herzen höher schlagen lässt. Jede Waffe fühlt sich einzigartig und kraftvoll an, unterstützt von einem durchdachten Upgrade-System, das Mod-Punkte und Mastery-Challenges clever miteinander verknüpft.

Besonders hervorzuheben sind die Waffen-Mods, die taktische Tiefe hinzufügen, ohne die Geschwindigkeit des Gameplays zu beeinträchtigen. Der Micro Missile-Mod für das Heavy Assault Rifle oder der Lock-On-Burst für die Rocket Launcher eröffnen neue strategische Möglichkeiten.
Level-Design und Atmosphäre
Vertikale Spielräume und Geheimnisse
Die Level in Doom 2016 sind Meisterwerke des Designs. Jeder Abschnitt bietet multiple Routen, vertikale Spielräume und versteckte Geheimnisse, die zum Erkunden einladen. Die klassischen Doom-Marines-Figuren, Rune-Trials und Lever-Upgrades sind geschickt in die Umgebung integriert.

Die Arena-basierten Kämpfe sind perfekt choreographiert – jeder Raum ist ein taktisches Puzzle, das Bewegung, Waffenwahl und Ressourcenmanagement geschickt miteinander verwebt.
Höllische Atmosphäre
Visuell bewegt sich Doom zwischen der sterilen Techno-Ästhetik der UAC-Anlagen und den alptraumhaften Landschaften der Hölle. Die Entwickler haben eine Atmosphäre geschaffen, die gleichzeitig vertraut und frisch wirkt.
Multiplayer und SnapMap
Klassischer Multiplayer
Der Multiplayer-Modus kehrt zu den Wurzeln zurück: schnelle, arcadige Action ohne Deckungssysteme oder Killstreaks. Modi wie Team Deathmatch, Warpath und Freeze Tag bieten solide, wenn auch nicht revolutionäre Unterhaltung.

SnapMap - Kreativität entfesselt
SnapMap ist Dooms Antwort auf Level-Editoren. Das intuitive Tool ermöglicht es Spielern, eigene Maps, Modi und sogar ganze Kampagnen zu erstellen. Die Möglichkeiten reichen von klassischen Deathmatch-Arenen bis hin zu Puzzle-Räumen und Horde-Modi.
Grafik und Audio
id Tech 6 Engine
Technisch setzt Doom neue Maßstäbe. Die id Tech 6 Engine liefert konstant 60 FPS bei atemberaubender Grafik. Die Dämonenmodelle sind detailliert und abwechslungsreich, die Animationen flüssig und brutal.
Mick Gordons Soundtrack
Mick Gordons Metal-Soundtrack ist nicht nur Begleitung – er ist integraler Bestandteil des Erlebnisses. Die dynamische Musikkomposition reagiert auf das Spielgeschehen und verstärkt die Intensität der Kämpfe perfekt.
Fazit
Doom (2016) ist mehr als ein gelungenes Reboot – es ist eine Erinnerung daran, warum wir Videospiele lieben. id Software hat bewiesen, dass pure, ungefilterte Action auch in der modernen Gaming-Landschaft ihren Platz hat. Mit seinem perfekt abgestimmten Gameplay, der atemberaubenden Präsentation und dem respektvollen Umgang mit dem Erbe der Serie setzt Doom neue Standards für Action-Shooter.
Für Fans des Originals ist es eine würdige Fortsetzung, für Newcomer der perfekte Einstieg in eine legendäre Serie. Doom 2016 beweist eindrucksvoll: Manchmal ist weniger mehr – und manchmal ist mehr Gewalt genau das Richtige.
Systemanforderungen
Minimum
Empfohlen
Das könnte dich auch interessieren
Weitere Reviews aus der Kategorie game.

Claria's Great Maze - Die letzte Bastion der Menschheit im Test Inhaltsverzeichnis 1. [Einleitung](einleitung) 2. [Gameplay und Mechaniken](gamepla...

Star Fighters Review - Das ultimative Weltraum-Shooter-RPG Inhaltsverzeichnis 1. [Einleitung](einleitung) 2. [Gameplay und Mechaniken](gameplay-und...

Escape from Tarkov Review Inhaltsverzeichnis 1. [Einleitung](einleitung) 2. [Gameplay und Mechaniken](gameplay-und-mechaniken) 3. [Realismus und Im...